Keine Feiern in Drensteinfurt am Maifeiertag 2020

Kontaktverbot auch am 1. Mai - "Wir werden kontrollieren"

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Das Feld von Heiner Selhorst am Kurricker Berg dürfte diesmal am 1. Mai frei von Feiernden bleiben.

Mit dem Bollerwagen und Freunden in die Natur rausfahren ist an diesem 1. Mai nicht erlaubt. Die Maiwanderung ist ein weiteres Opfer, das die Corona-Pandemie den Menschen abverlangt. „Das Kontaktverbot gilt auch am Feiertag, Verstöße werden rigoros geahndet“, macht Ordnungsamtsleiter Martin Brinkötter deutlich.

Drensteinfurt – Die derzeitige Corona-Schutzverordnung, die bis zum 4. Mai gültig ist, schreibt vor, dass Kontakte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten sind. „Nur Familien und Personen, die nachweislich unter einem Dach leben, sind davon ausgenommen“, erklärt Brinkötter.

Auch Gruppenansammlungen mit Abstand oder Fahrradfahren außerhalb dieses Personenkreises ist untersagt. Selbst im privaten Bereich sind Treffen, welche Veranstaltungscharakter entwickeln, untersagt und gelten ab 10 Personen als Straftat. „Wir werden kontrollieren und bei Verstößen Bußgeldverfahren einleiten“, macht er deutlich. Bis zu 200 Euro sind bei Verstößen fällig – pro Person.

Die Kontrollgruppe der Stadt umfasst 15 Personen, zusätzlich wird die Polizei Streife fahren. Besonders den Kurricker Berg, der sich in der Vergangenheit als beliebter Treffpunkt für Maiausflügler erwiesen hat, werden die Gesetzeshüter im Auge behalten. Niemand dürfe darauf hoffen, dass aufgrund des Feiertages ein Auge zugedrückt werde, macht der Ordnungsamtsleiter deutlich. Brinkötter: „Das wäre das falsche Signal.“

Mittlerweile dürfte bei jedem angekommen sein, was erlaubt ist und was nicht. Erst am kommenden Freitag treffen sich die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin, um über weitere Lockerungen zu diskutieren.

Schon kleinste Ansammlung soll gemeldet werden

Heiner Selhorst, Besitzer des Feldes am Kurricker Berg, gibt zu: „Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust.“ Auf eine Art sei er froh, dass die Verantwortung in diesem Jahr nicht auf seinen Schultern liegt, andererseits sei es schade, dass die Menschen, die ohnehin schon mit vielen Einschränkungen leben, jetzt nicht einmal am 1. Mai zusammenkommen dürfen.

Die Polizei habe ihn gebeten, am 1. Mai dennoch am Kurricker Berg präsent zu sein und schon kleinste Ansammlungen zu melden. Dann, so habe man ihm versichert, werde es nicht beim Platzverweis bleiben, sondern Geldbußen nach sich ziehen. Also werde er am Kurricker Berg regelmäßig nach dem Rechten sehen.

"Menschen werden sich an die Anordnung halten"

Im vergangenen Jahr sei es ja relativ human abgelaufen, viele hätten ihren Müll ordnungsgemäß entsorgt. Das Feld sei mittlerweile mit Mais eingesät, zusätzlich habe er Blühstreifen angelegt.

Selhorst glaubt nicht, dass die Polizei eingreifen muss. „Die Menschen wissen Bescheid und werden sich an die Anordnung halten“, sagt er.

Der Maibaum wird am 1. Mai auch noch nicht auf dem Stewwerter Marktplatz stehen. Das Aufstellen scheitert nicht am guten Willen von Bürgerschützen und Feuerwehr, sondern am Kontaktverbot. Sobald dieses gelockert wird und mehr Personen zusammenkommen dürfen, wird der Maibaum aufgestellt, hat Theo Scharbaum, Vorsitzender der Bürgerschützen, unlängst zugesichert.

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