Kitas in Drensteinfurt

Kitas in Corona-Zeiten: Gute Idee für Quarantänefall, aber zu wenig Personal

 Symbolbild Kindergarten Kindergärten Kita Kindertagesstätte
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Einträchtig hängen Jacken und Matschhosen in der Kita St. Regina nebeneinander. Die Idee aus dem Hammer Jugendamt, angesichts von Corona in den Kitas nicht mehr gruppenübergreifend zu arbeiten, sei in Drensteinfurt und Walstedde kaum umsetzbar, so die Leitungen.

In Drensteinfurts Nachbarstadt Hamm mussten alle Kinder eines Kindergartens in Quarantäne, weil eine Erzieherin infiziert war. Jetzt empfiehlt das Hammer Jugendamt, in den Kitas nicht mehr gruppenübergreifend zu arbeiten. Die Kinder sollten nach Möglichkeit in geschlossenen Gruppen betreut werden. Im Kreis Warendorf liegt der Corona-Inzidenzwert seit Tagen über einem Wert von 90. Hat das ähnliche Konsequenzen in den Drensteinfurter Kindergärten?

Drensteinfurt/Walstedde – „In den katholischen Kindergärten läuft die Betreuung wieder ganz normal“, informiert Marion Fritz, Verbundleiterin der Kitas. Ein Gruppensetting könne derzeit nicht durchgeführt werden, es sei vielleicht wünschenswert, aber nicht durchführbar. „Wir sind personell nicht dazu in der Lage, wenn wir den Regelbetrieb aufrechterhalten wollen“, sagt sie. Und der geht von morgens 7 Uhr bis nachmittags um 17 Uhr. Und dann sei da noch der normale „Alltagswahnsinn“, dass Leute krank würden oder Urlaub beantragten.

„Wir haben zudem in den drei Ortsteilen keine hohen Fallzahlen“, erklärt sie. Es würden auch Listen und Nachweise geführt; sollte ein Fall auftreten, könne unter Umständen auch mal eine Kita geschlossen werden. Das müsste den Eltern klar sein. Man halte sich aber streng an die Regeln und habe so viel wie möglich runtergefahren.

In der Kita Kunterbunt verhält es sich ähnlich. „Wir haben kein Personal dafür“, antwortet auch Kitaleiterin Nadja Entrup. In der Notbetreuung mit den verringerten Zeiten sei das möglich gewesen, aber wenn Kinder von 7 bis 17 Uhr betreut werden müssen, funktioniere das nicht.

Man habe ohnehin in jeder Gruppe Geschwisterkinder. Würde man die Gruppen jetzt intern einrichten, müssten Kinder wieder auseinandergerissen werden, damit alle Geschwisterkinder in derselben Gruppe seien. Sie werde die Zahlen in Drensteinfurt beobachten. Schlimmstenfalls, also wenn ein Coronafall auftrete, werde die Kita für 14 Tage geschlossen.

Petra Wrede, Leiterin der Kita Zwergenburg, berichtet: „Wir hatten die Gruppen schon wieder geöffnet, im Moment sind sie aber wieder intern.“ Anders sehe es im Früh- und Spätdienst aus. Zu diesen Zeiten sei es personell nicht möglich, die Kinder nur gruppenintern zu betreuen. „Gehen die Zahlen weiter hoch, müssen wir reagieren“, erklärt sie. Vor allen Dingen wenn die Zahlen in Drensteinfurt ansteigen, müsse man einen Schritt zurückgehen. Gegebenenfalls bedeute das, die Zeiten zu reduzieren und die Kinder nur noch gruppenintern zu betreuen.

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