Platz für Kleinkinder: Kita St. Marien wird für U2-Betreuung erweitert

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Die Kita St. Marien wird erweitert. Die Stadt Drensteinfurt beteiligt sich mit 44.000 Euro an den Kosten.

Die Kirchengemeinde St. Regina erweitert ihre U2-Betreuung. Nun stimmte der Ausschuss zu.

Drensteinfurt – Um 100.000 Euro Zuschuss hatte die Kirchengemeinde St. Regina und die Zentralrendantur Ahlen-Beckum für den Umbau der Kita St. Marien im März gebeten.

Jetzt wurde das Projekt auf die Erweiterung für U2-Betreuung reduziert und die erbetene Summe auf 44.000 Euro gesenkt. Nach ausführlicher Vorstellung der Maßnahme stimmte der Ausschuss der Bitte wohlwollend und einstimmig zu.

Keine Zusage für Unterstützung

Auf der Sitzung des Bauausschusses im März gab es seitens der Parteien kein grünes Licht für die damals erbetenen 100.000 Euro Unterstützung.

Dies lag nicht an der mangelnden Bereitschaft zu helfen, sondern vielmehr an den spärlichen Informationen zum eigentlichen Projekt.

Gute Betreuung der Kinder

Jetzt lag nicht nur eine detaillierte Aufstellung der Maßnahmen vor, sondern mit Pfarrer Jörg Schlummer, Kindergartenverbundleiterin Marion Fritz und der Architektin des Projektes, Stefanie Schürmann, waren gleich drei kompetente Ansprechpartner anwesend.

„Unser Ziel ist es, unsere Kinder gut zu betreuen, daher haben wir immer einen Weg gefunden, solche Umstrukturierungen zu unterstützen“, stellte Bürgermeister Grawunder klar. Das gesellschaftliche Leben habe sich rasant verändert, die Kinder die betreut werden müssen werden jünger, die Gruppen als solche kleiner, es werde immer schwieriger die Bedarfe zu decken.

Gelder reichen nicht für Baumaßnahmen

„Die Kibiz-Mittel sind nicht ausreichend für den Betrieb unserer vier Kindergärten“, erläuterte Pfarrer Schlummer das Dilemma. Das Geld reiche gerade für die Personalkosten. Versicherungen oder gar bauliche Maßnahmen würden nur theoretisch, aber nicht praktisch damit abgedeckt.

Die Kirche unterhalte nicht nur die ältesten Kitas, sondern beschäftige auch Personal, das schon viele Jahre arbeite und tariflich entsprechend hoch bezahlt werde.

Aus diesem Grund kommen gerade die kirchlichen Träger an ihre Grenzen, sodass das Bistum nur noch Geld gibt, wenn auch die Kommunen sich beteiligen.

Brandschutzbestimmungen wurden 2017 zu teuer

Der Umbau an der Kita St. Marien sollte schon 2017 realisiert werden. Für die U2-Betreuung sollte ein Ruheraum eingerichtet werden. Nachdem die Baumaßnahme zurückgestellt wurde, haben sich neue Brandschutzbestimmungen ergeben, die die Kosten – ebenso wie die Mehrkosten im Baugewerbe – in die Höhe getrieben haben.

140.000 Euro würden alleine die zusätzlichen Kosten betragen. Insgesamt müssen 300.000 Euro finanziert werden“, so der Pfarrer. In diesen Kosten sind energetische Maßnahmen nicht enthalten, obwohl Architektin Schürmann versicherte: „Das Gebäude hat starke energetische Verluste.“ Die Geschossdächer seien zwar dicht aber gar nicht gedämmt. Auch die alte Heizanlage müsste dringend modernisiert werden, um Energie einzusparen.

Stadt steuert 44.000 Euro zu

„Jetzt geht es aber darum, zunächst die 2017 gestellte Maßnahme umzusetzen, die Eltern warten darauf“, so die Verbundleiterin.

Ausdrücklich lobte Bernhard Meyer (Die Grünen) die ausführliche Kostenaufstellung und fügte dann hinzu: „Obwohl die energetischen Arbeiten sicher sinnvoll sind, freue ich mich, dass die Stadt nur 44.000 Euro zusteuern muss.“

„Es war immer klar, dass wir die Kindergärten unterstützen wollen“, versicherte Ingo Stude (SPD).

Kosten der energetischen Maßnahmen decken

Ob sich die Stadt später auch an den Kosten für die energetischen Maßnahmen beteiligen wird, steht noch nicht fest. „Eigentlich sollte das durch die Kibiz-Mittel gedeckt werden“, so Grawunder. Er empfahl sich Unterstützung auch vom Land zu holen.

Maria Tölle (Die Grünen) befürchtete, dass andere Träger mit gleichen Ansprüchen kommen könnten. „Im Moment gibt es keine Anträge. Kommt es dazu, werden wir darüber beraten“, erläuterte der Bürgermeister.

Kibiz-Mittel reichen nicht aus

Pfarrer Schlummer führte aus, dass diejenigen vom Kibiz-Gesetz finanziell benachteiligt werden, die gleichzeitig Besitzer und Träger der Einrichtung seien. „Das betrifft häufig die Kirchen, die dadurch deutlich schlechter gestellt sind“, so der Pfarrer.

Wie geht es nun weiter mit dem Umbau? Die Planung ist abgeschlossen, Angebote werden eingeholt. „In drei bis vier Wochen werden die Bauarbeiten beginnen“, stellt Schürmann in Aussicht.

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