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Magie des gemeinsamen Singens: „Cantate Domino“ feiert harmonisch sein 75-Jähriges

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Sang in der Pfarrkirche St. Regina die Messe in G von Christopher Tambling: der Chor „Cantate Domino“. Foto: Wiesrecker
Sang in der Pfarrkirche St. Regina die Messe in G von Christopher Tambling: der Chor „Cantate Domino“. © M. Wiesrecker

Ein Jahr musste der Kirchenchor „Cantate Domino“ darauf warten, bis er sein 75-jähriges Jubiläum nachholen durfte. Unter großer Beteiligung der Gemeinde sowie der Vertreter zahlreicher Vereine, des Pfarreirates und der Stadt feierten die Sänger den großen Tag, auf den sie sich so lange vorbereitet hatten.

VON MECHTHILD WIESRECKER

Drensteinfurt – Ursprünglich wollte Kantorin Miriam Kaduk mit ihrem Chor zum Jubiläum in der St.-Regina-Kirche die Tango-Messe präsentieren, doch die Zeit war zu kurz. Schließlich findet der normale Probenbetrieb erst wieder seit dem Ende der Sommerferien statt. Stattdessen stand die „Messe in G“ von Christopher Tambling auf dem Programm, die die Sänger voller Leidenschaft präsentierten. Wunderbar begleitet wurden sie von Andreas Klingel und seinem kleinen Streichorchester mit Franziska Napp, Lena Klingel, Lea Möllers, Antonia Laubrock, Mascha Klingel und Martin Köller. Ein weiteres Highlight der Messfeier war das Trompetenspiel von Claus Zobel, den die Kantorin an der Orgel begleitete.

Pfarrer Jörg Schlummer sprach von anrührender Melodie, Leistung und Schönheit des Gesangs und der Musik, die zu Gott führe. „Die Musik verzaubert den Gottesdienst und verbindet Menschen untereinander“, stellte er fest. Der Chor habe selbst die schwere Corona-Zeit gut gemeistert, das sei ein besonderer Verdienst von Chorleiterin, der Vorsitzenden und des Vorstands.

Die Musik verzaubert den Gottesdienst und verbindet Menschen untereinander.

Jörg Schlummer

Zur Freude der Sänger hatte auch der ehemalige Präses und Pfarrer in Drensteinfurt, Martin Goebel, den Weg aus Bocholt gefunden, um am Jubiläum teilzunehmen. Mit im Gepäck hatte er gute Wünsche vom ehemaligen Drensteinfurter Pfarrer Matthias Hembrock. Kurz ging Goebel auf die beiden Wurzeln des Chores ein, als er daran erinnerte, dass der Cäcilia-Chor der Gemeinde St. Regina, der schon aus dem Jahr 1889 stamme, seinerzeit mit in den Lambertus-Chor eingeflossen sei.

Nach dem Gottesdienst trafen sich Sänger und geladene Gäste zu einem Sektempfang in der Aula der Teamschule. Dort hatte das Jubiläum-Vorbereitungsteam drei Stellwände mit den Themen „Wie alles begann“, „Die Ära Klaus Fink“ und „Die Zeit seit Kantorin Miriam Kaduk“ aufgestellt. Während der gesamten Feier standen immer wieder Interessierte vor den liebevoll ausgesuchten Fotos, Zeitungsausschnitten und Dokumenten.

Erster Auftritt Christi Himmelfahrt 1946

Marianne Wiebusch, die erste Vorsitzende des Chores, sprach von der besonderen Magie des gemeinsamen Singens und lud ein, mal bei den Proben am Mittwochabend im Pfarrheim vorbeizuschauen, um das persönlich zu erleben. Kurz erinnerte sie an die Anfänge des Chores, an die Gründung nach dem Krieg und den ersten Auftritt des St.-Lambertus-Chores Christi Himmelfahrt 1946. Sie blickte auf die Chorleiter, das erste Adventskonzert unter Klaus Fink – die Veranstaltung findet bis heute jährlich am dritten Adventssonntag statt – und die Zusammenlegung der beiden Chöre der St.-Regina- und der Lambertus-Gemeinde unter Kantorin Miriam Kaduk, die seit 2002 Chorleiterin ist, zurück. 2019 entschied sich der Chor für den neuen gemeinsamen Namen „Cantate Domino“ der Kirchengemeinde St. Regina.

„Bei uns kommt die Gemeinschaft nicht zu kurz“, betonte die Vorsitzende mit Blick auf Geburtstagsfeiern, Ehejubiläen und den einen oder anderen „Sängerlikör“. „Unsere Gemeinschaft hält zusammen, es gibt ein harmonisches Miteinander von Jung und Alt, die sich über neue Sänger freuen und sie herzlich aufnehmen“, versicherte sie.

Es muss offensichtlich Spaß machen, in Ihrem Chor zu singen.

Carsten Grawunder

„Es muss offensichtlich Spaß machen, in Ihrem Chor zu singen, sonst könnte er keine 75 Jahre alt werden“, stellte Bürgermeister Carsten Grawunder anerkennend fest.

Vor und nach dem Essen gab es fantastische musikalische Unterhaltung durch die Combo „Jazzify“ unter der Leitung von Burkhard Jasper. Mit einem Lied verabschiedete sich der Chor am frühen Nachmittag von seinen Geburtstagsgästen und beendete die harmonische Feier.

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