Flut-Katastrophe

Kinder sammeln erfolgreich für Hochwasser-Opfer

Lara und Mila Tokaski bei ihrer Spendenaktion
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Künstlerischer Hilferuf auf der Tafel im Schlossbistro: Lara (links) und Mila Tokarski sammelten Geld für die Hochwasseropfer.

Mit ihrer Ankündigung, ihren gesamten Umsatz vom Freitag für die Hochwasseropfer zu spenden, inspirierte Ulla Klimas, Pächterin des Schlossbistros, Christa Hohmann, die daraufhin ihre beiden Enkelkinder Lara (9 Jahre) und Mila (6 Jahre) Tokarski auf die Idee brachte, ebenfalls Geld für die Flutopfer zu sammeln.

Drensteinfurt - Am Ende ihrer Sammelaktion hatten die Schwestern die stolze Summe von 756 Euro im Spendenglas. Das gespendete Geld haben sie bereits an die Aktion „Lichtblicke“ überwiesen. Als Christa Hohmann von Ulla Klimas Aktion hörte, war sie so begeistert, dass sie auch helfen wollte. Ihre Begeisterung übertrug sie auf ihre beiden Enkelkinder, denen das Schicksal der Flutopfer ebenso nahe gegangen war. „Die Mädchen hatten die Bilder im Fernsehen gesehen und fanden es ganz furchtbar, nicht nach Hause gehen zu können, weil kein Zuhause mehr da ist“, erklärt sie.

Gemeinsam beschlossen sie, selbst Geld zu sammeln. „Die Kinder hatten die Idee, am Freitag ins Bistro zu gehen, um dort bei den Gästen um Geld für die Flutopfer zu bitten“, berichtet Christa Hohmann. Die Genehmigung im Schlossbistro zu sammeln, erteilte Ulla Klimas ihnen gerne. Um auf die Sammelaktion aufmerksam zu machen, malten die beiden Mädchen schon am Nachmittag auf der großen Tafel am Schlossbistro einen Regenbogen und Strichmännchen, die im Wasser schwimmen, im Regen auf Dächern stehen, und dazu die Worte: „Spenden, Hilfe kommt“. Bis zum Abend durften sie das Glas für die Spenden in dem kleinen Dekoladen „Raum und Farbe“ aufstellen. Inhaberin Isabella Abeck erklärte sich gerne bereit, zu helfen. „Die Kinder machten große Augen, als Frau Abeck den Erlös des Tages ins Glas steckte“, berichtet Christa Hohmann.

Alle spendeten gerne

Am Abend machten sich Lara und Mila dann mit ihrer Großmutter auf den Weg ins Schlossbistro. „Die Mädchen waren kaum zu bremsen und froh, helfen zu können. Sie wären am liebsten auf die Gäste zugestürmt“, berichtet die Großmutter. Völlig überrascht mussten die beiden Schwestern feststellen, dass die Gäste ausnahmslos alle gerne und bereitwillig spendeten. „Sie wunderten sich, dass sie gar nicht erst ihre Geschichte erzählen mussten“, erinnert sich die Drensteinfurterin. Als die beiden kleinen Sammlerinnen dann nach drei Stunden nach Hause gehen wollten, spendeten die Angestellten noch ihr Trinkgeld des Tages, einige sogar ihren Lohn.

„Insgesamt kamen 755,90 Euro zusammen“, begeistert sie sich und fügt hinzu: „Wir alle sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft, es war richtig bewegend.“ Das Geld spendeten sie an die Aktion „Lichtblicke“, die ein Spendenkonto für die Unwetter-Hilfe eingerichtet hat. Lara und Mila erholen sich derzeit mit ihren Eltern am Dümmer See, nach dem aufregenden Freitag haben sie sich den Urlaub auch redlich verdient.

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