Keine Vereins-Beiträge

Kein Kabarett und keine Musik: Wegen Corona fällt Saison der Kulturscheune wieder aus

Gekonnt mit Licht in Szene gesetzt: die Kulturscheune (rechts) am Haus Walstedde.
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Die Tore bleiben geschlossen: In der Kulturscheune Walstedde wird auch in diesem Jahr wegen der Coronapandemie kein Programm stattfinden können.

Und wieder fällt wegen der Corona-Pandemie eine geplante Veranstaltung ins Wasser. Die Veranstaltungen der Kulturscheune wurden nun abgesagt.


Walstedde – 2020 musste das komplette Sommerprogramm der Kulturscheune Walstedde ausfallen. Die Hoffnung auf ein Programm im folgenden Jahr 2021 war damals groß. Jetzt steht fest: Es werden auch in diesem Jahr Corona-bedingt in der Kulturscheune keine Veranstaltungen stattfinden.

„Beim derzeitigen Stand der Pandemiesituation ist nicht abzusehen, ob bis September dieses Jahres Veranstaltungen in geschlossenen Räumen stattfinden können“, teilt Rudi Marhold, Vorsitzender des Vereins Kulturscheune Walstedde, mit. Aus diesem Grund habe der Vorstand beschlossen, nun auch diese Saison abzusagen.

Kulturscheune: Publikum ist nicht ersetzbar

Sollte sich die Situation entspannen und Events erlaubt werden, befürchtet der Verein Auflagen, die nicht erfüllt werden können. Bereits 2020 hatte er erklärt: „Wir werden uns nicht auf großartige Hygienekonzepte einlassen.“ Außerdem sei die Kulturscheune als Location nur dann gut, wenn Publikum da ist. Das Kaminzimmer sei hingegen zu eng, um Abstand zu halten.

„Wir werden das geplante Programm, soweit es geht, ins nächste Jahr verlegen“, verspricht Marhold. Das betreffe vor allen Dingen die drei bereits geplanten Events, die ursprünglich schon für den vergangenen Sommer geplant waren.

So wollte der Kabarettist Jochen Malmsheimer sein Programm „Halt mal Schatz“ in Walstedde präsentieren, beim Kulturfrühstück hätte der selbst ernannten Hypochonder Ingo Börchers mit Kabarettprogramm zu „Ferien auf Sagrotan“ eingeladen, und bei Rudi Marholds traditioneller Wundertüte waren die „Zucchini Sistaz“ aus Münster als Gäste gebucht.

Verein verzichtet auf Beiträge

Einen konkreten Termin für 2022 gibt es aus verständlichen Gründen noch nicht. „Bei der unsicheren Lage macht das einfach keinen Sinn“, gibt Marhold ehrlich zu. Auf eins dürfen sich die Kulturscheunenbesucher auch weiterhin verlassen: „Bisher gekaufte Karten bleiben weiterhin gültig.“

Als kleine Entschädigung für die Mitglieder hat sich der Vorstand entschlossen, in diesem Jahr keine Beiträge einzuziehen. Glücklicherweise müsse der Kulturscheunenverein keinen Gewinn erzielen, und habe auch keine hohen laufenden Kosten, betont Malhold.

So ganz ohne Hoffnung möchte der Verein die Kulturfreunde aber doch nicht lassen. „Wir planen eine kleine kulturelle Überraschung“, verrät der Vorsitzende. Voraussetzung sei aber eine deutlich entspannte Corona-Lage.

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