Nach der Corona-Pause

Die Kugel rollt wieder: Erste Kegelclubs gehen ihrem Hobby wieder nach

Gemeinschaft geht auch ohne kegeln. Der Ascheberger Kegelclub „Die Roten Bullen“ trifft sich bei großer Hitze auch mal privat im Garten statt, auf der kühlen Kegelbahn. Da waren die Kegelbrüder aber auch schon zweimal, seit es nach dem coronabedingten Verbot wieder erlaubt ist.
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Gemeinschaft geht auch ohne kegeln. Der Ascheberger Kegelclub „Die Roten Bullen“ trifft sich bei großer Hitze auch mal privat im Garten statt, auf der kühlen Kegelbahn. Da waren die Kegelbrüder aber auch schon zweimal, seit es nach dem coronabedingten Verbot wieder erlaubt ist.

Die Stadtkegelmeisterschaft musste aufgrund von Corona ausfallen und lange Zeit durfte nicht einmal privat gekegelt werden. Mittlerweile ist das Kegeln unter Auflagen erlaubt. Viele Kegelclubs treffen sich seitdem wieder regelmäßig, um die Kugel in die „Vollen“ zu werfen. Andere ziehen es vor, nur gemütlich zu essen und die Gemeinschaft zu genießen.

Drensteinfurt – Bei Sven Feseler sitzen am späten Samstagnachmittag „Die Roten Bullen“ gemütlich im Garten zusammen. Gekegelt haben sie wegen des sommerlich warmen Wetters ausnahmsweise nicht. Seit es nach der Corona-bedingten Pause wieder erlaubt ist, waren sie aber schon zweimal auf der Bahn.

Der 13-köpfige Herren-Kegelclub kommt aus Ascheberg und ist einer der rund 30 Kegelclubs, die sich normalerweise im Hammer Paot zum Kegeln treffen. „Rund 13 Clubs kommen mittlerweile wieder“, informiert der Wirt. Erstaunlicherweise wären es vor allen Dingen die Frauen-Kegelclubs, die sich wohl noch nicht trauen; lediglich ein Damen-Club ist wieder dabei.

Die Schutzmaßnahmen für Kegler

Die Kegler der „Roten Bullen“ haben trotz Auflagen ihren Spaß. „Es ist nicht viel anders als sonst auch“, sagt Christian Beilschmidt. Das Desinfizieren der Hände sei selbstverständlich, und es müsse beim Verlassen der Kegelbahn halt ein Mundschutz getragen werden. „Das fällt manchmal schwer, wenn man ein paar Bierchen getrunken hat“, fügt er schmunzelnd an.

Christian Welzel findet schade, dass durch die Begrenzung auf zehn Personen immer jemand zuhause bleiben muss. „Das stärkt nicht gerade das Gemeinschaftsgefühl“, findet er. Und auch Timo Hölscher findet es schade Kegler auszuschließen. Wenn niemand von sich aus verhindert ist, entscheidet das Los, welche Spieler des Ascheberger Kegelclubs zu Hause bleiben müssen.

Kegelvereine fast alle wieder aktiv

Auch bei Drago Medjedovic im Landgasthaus Thiemann in Ameke wird schon wieder eifrig gekegelt. „Es kommen fast alle Clubs wieder“, sagt er. Lediglich ein Damenclub sei noch nicht dabei. Rund 30 Clubs lassen im Monat bei ihm die Kugel rollen und die kommen aus Herbern, Walstedde, Drensteinfurt, Hamm, Heessen, Bockum-Hövel, Ahlen und natürlich Ameke. Die meisten Clubs sind nicht größer als zehn Personen. Lediglich die Gruppe aus Ameke übersteigt die erlaubte Zahl von zehn. „Da bleiben halt einige zuhause“, stellt er fest.

An die Hygieneregeln halten sich die Kegler gut. Während des Kegelns müsse glücklicherweise kein Mundschutz getragen werden. Auch die Händedesinfektion funktioniere. „Ich beobachte, dass das Desinfektionsmittel regelmäßig gebraucht wird“, versichert er. Nach jedem Verein werde die komplette Bahn natürlich für die nächsten Nutzer gründlich desinfiziert.

Bei Averdung spielen wenig ältere Kegler

Im Haus Averdung in Drensteinfurt sieht es mit Kegelclubs eher sparsam aus. „Viele unserer Kegler sind älteren Semesters, die Angst haben, in die Gaststätte zu kommen“, sagt Beate Averdung und fügt erklärend hinzu: „Dafür kommen sie gerne zu uns in den Garten und genießen ein kühles Bier.“ Wenn im Moment Kegler kommen, dann seien das junge Leute, die sich bei schlechtem Wetter die Zeit vertreiben wollen.

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