Kaum Chancen für Kreisverkehr an der Bürener Straße

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Einen Kreisverkehr wünschen sich die Grünen für die Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Bürener Straße. Der Kreis als Straßenbaulastträger sieht das jedoch anders.

Drensteinfurt – Durch die neuen Baugebiete „Mondscheinweg 1 und 2“ werden der Verkehr und auch der Lärm auf der Konrad-Adenauer-Straße (der Kreisstraße 21) deutlich zunehmen. Es bestehen kaum Chancen, einen Kreisverkehr an der Bürener Straße einzurichten.

In Zukunft wird es auf einer Strecke von 1,25 Kilometern, ab Raiffeisenstraße bis zur Bürener Straße, elf Anbindungen an die Hauptstraße geben. Vor diesem Hintergrund forderten die Grünen im Bauausschuss, dass die Verwaltung die Überplanung der Kreisstraße noch einmal zu überdenken und Gespräche mit dem Kreis Warendorf als Straßenbaulastträger zu führen.

Und hier herrschte große Einigkeit: Einstimmig unterstützten die Ausschussmitglieder den Antrag der Grünen. Darin schlugen die Grünen die Einrichtung einer Tempo-30-Zone von der Raiffeisen- bis zur Bürener Straße vor. Ein zweiter Kreisverkehr im Bereich der Bürener Straße/Raiffeisenstraße stand ebenfalls auf der Wunschliste. Weiter empfahlen sie, die Fahrbahn zu verjüngen und Teilflächen zu entsiegeln. Hilfreich sei möglicherweise eine Aufpflasterung oder ein Materialwechsel im Fahrbahnbereich und eine alleeartige Ausbildung der Konrad-Adenauer Straße, so die Grünen. Außerdem sollten Parkplätze unter Wahrung der Verkehrssicherheit installiert werden, so der Vorschlag der Grünen.

Sie regen zudem zusätzliche Querungshilfen an der Raiffeisenstraße an und neue fußläufige Verbindungen aus der Innenstadt über das Baugebiet Bahnhofsumfeld Richtung Konrad-Adenauer-Straße, Berthas Halde und Ossenbeck sowie Wagnerstraße und südlich des Mondscheinweges. Noch eine Idee: Der Fußweg Pferdekamp/Baugebiet Bahnhofsumfeld könnte erneuert oder verlegt werden. „Die Stadt selber kann keine Maßnahmen zum Thema Lärmschutz oder Verkehrssicherheit durchführen“, stellte Bauamtsleiter Christoph Britten klar. Dies obliege allein dem Kreis als Straßenbaulastträger. Besonders die Missachtung der Höchstgeschwindigkeit ärgerte die Ausschussmitglieder.

Dass sich die Straße durch die zwei neuen Baugebiete weiter verändern wird, stehe außer Frage, darum sollen erneut Gespräche mit dem Kreis Warendorf geführt werden mit dem Ziel, Maßnahmen sowohl zur Verbesserung des Lärmschutzes als auch der Verkehrssicherheit umzusetzen, kündigte Britten an. Einen Erfolg könnte er verkünden: Ein wichtiger Schritt sei mit dem bereits genehmigten Kreisverkehr im Bereich der Schützenstraße getan, so Britten.

Alle weiteren Maßnahmen machten sowohl die Stellungnahme eines Gutachters erforderlich als auch die Finanzierung der Baukosten durch die Stadt. Der erhoffte Zebrastreifen am Fußweg zu den neuen Baugebieten sei gewünscht, aber nicht genehmigt worden, erklärte Britten. Vielmehr werde es eine Überquerungshilfe in Form einer Mittelinsel geben. „Es ist einiges in Planung und wird auch umgesetzt“, so Britten. Martin Niesman (SPD) wies eben auf diesen Gefahrenpunkt hin: „Die Stelle an der Wagnerstraße/Mozartweg, wenn man aus dem Fußweg rauskommt, ist nicht einsehbar und besonders für Kinder gefährlich“, machte er deutlich.

Einen Kreisverkehr an der Bürener Straße, um den Schwerlastverkehr noch vor der Fußgängerüberquerung abzubremsen, wünscht sich Reinhard Weißen (Die Grünen). Britten aber musste ihn enttäuschen: Den Kreisverkehr wird es an der Stelle aber nicht geben. Er sei von den Gutachtern auch nicht empfohlen worden, auch eine Verkehrsberuhigung sei dort vom Kreis nicht vorgesehen, erklärte Britten.

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