Chip ist auf Tierschutzbund codiert

Foo ist zurück in ihrer Familie: Jansens erkennen ihre Katze in der Zeitung

Sind überglücklich, dass Foo zurück ist: Nicole Jansen und Tochter Marie.
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Sind überglücklich, dass Foo zurück ist: Nicole Jansen und Tochter Marie.

Es klingt ein bisschen wie ein Wunder: Die Katze Foo, die schwer verletzt an der B 63 bei Rubberts Mühle gefunden wurde, ist noch am Tag der Veröffentlichung ihrer Geschichte in unserer Zeitung von ihrem Besitzer abgeholt worden.

Walstedde/Drensteinfurt – Seit ihrem Verschwinden im Mai, nur wenige Tage nach ihrem Umzug von Münster nach Drensteinfurt zur Grentruper Straße, hatte Familie Jansen Foo viele Tage vergeblich gesucht. Hoffnung, den sanften schwarzen Schnurrer mit dem seidigen Fell wiederzufinden, hatte sie nicht mehr.

Im Mai zogen Nicole und Eike Jansen mit Tochter Marie und den beiden Katzen Foo und Flint nach Drensteinfurt. „Wir haben die Katzen zuerst im Haus gelassen, um sie an ihre neue Umgebung zu gewöhnen“, berichtet Nicole Jansen. Doch Foo, die sie nur wenige Wochen alt 2010 aus einem Tierheim geholt hatten, war ein Freigänger, so durfte sie nach einigen Tagen ebenso wie Flint, der Kater vom Bauernhof, nach draußen.

Über Zeitungsartikel Kater wieder gefunden

Flint kam wieder, Foo nicht. „Wir haben gesucht und gesucht, tagelang haben wir sie gerufen, die Nachbarn gefragt und bei Facebook einen Aufruf gestartet“, berichtet die junge Mutter. Doch Foo blieb verschwunden. Als dann am Dienstag ihre Stiefmutter, die in Walstedde im Krähenland wohnt, die Geschichte einer schwerverletzten schwarzen Katze in der Zeitung las, habe sie sofort bei ihr angerufen. „Ich habe es nicht zu hoffen gewagt“, gibt die Katzenliebhaberin zu, aber auf dem Foto habe sie Foo sofort erkannt. „Als ich ihre Augen gesehen habe, wusste ich, sie ist es“, fügt sie hinzu.

Kam von allein nach Hause: Kater Flint.

Nicole Jansen telefonierte unmittelbar mit dem Tierheim und verabredete für den selben Tag einen Termin. Da die Katze gechipt ist, stand nach dem Datenabgleich zweifelsfrei fest, dass es sich tatsächlich um ihre Katze handelt. „Als ich zu ihr kam, hat sie zuerst gefaucht, ist dann aber gekommen, hat sich auf den Rücken gelegt und sich kraulen lassen“, erinnert sie sich an die erste Begegnung. Tochter Marie, die bald fünf Jahre alt wird und ganz vorsichtig mit dem verletzten Vierbeiner umgeht, berichtet begeistert: „Zuhause hat sie ganz viel gefressen.“

Chip ist doch codiert

Ein wenig überrascht war die Familie, dass sie trotz Registrierung ihrer Katze nicht als Besitzer ermittelt werden konnten. Dies lag daran, dass Foo 2010 vom Tierheim beim Deutschen Tierschutzbund registriert wurde. Das Mammut-Tierheim hatte aber bei seiner Nachfrage bei den beiden gängigsten Haustierzentralregistern „Tasso“ und „Findefix“ den Besitzer nicht ermitteln können.

Warum Foo von Drensteinfurt nach Walstedde gelaufen ist, wo sie sich in der Zeit aufgehalten hat und wann sie angefahren wurde, wird die Familie wohl nicht mehr herausfinden. „Wir sind aber überglücklich, dass es Menschen gegeben hat, die sich für unsere Katze eingesetzt und sehr viel Zeit investiert haben, um ihr zu helfen“, sagt Nicole Jansen dankbar.

Dazu gehören das Tierheim, die Tierärztin in Oelde und natürlich Annette Rubbert, der das Schicksal der Katze nicht egal war und die mit der Hilfe von zwei Frauen die verletzte Foo eingefangen und zur Tierärztin gebracht hatte.

Kater Foo wird aufgepäppelt

Sie selbst habe auch schon verletzte Tiere gefunden und zum Tierarzt gebracht, dass sie ihre Hilfsbereitschaft jetzt wiederbekomme, finde sie unheimlich toll.

Gezeichnet von der Odyssee: Foo ist noch verletzt.

Familie Jansen ist froh, dass Foo ihre Odyssee überlebt hat. Die Katze hat sich gut in ihrem Zuhause eingelebt. Nach draußen darf sie vorerst nicht, sondern wird erst einmal aufgepäppelt. „Foo war immer schon klein und zierlich, jetzt ist sie schon sehr dünn geworden“, sagt die Besitzerin. Weil sie das verletzte Bein noch gar nicht gebrauchen könne und das Beinchen einfach so ‘runterhänge, hat die gebürtige Walstedderin noch einen Termin zum Röntgen in der Tierklinik Lüdinghausen vereinbart.

Familie Jansen hat noch eine Botschaft für die Menschen, die ein Tier vermissen: „Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, manchmal passieren auch Wunder."

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