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Wegen wirtschaftlicher Lage: Kappenfest fällt erneut aus

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Farbenfroh war das Kappenfest von Bürgerschützenverein und Fortuna Walstedde 2020.
Farbenfroh war das Kappenfest von Bürgerschützenverein und Fortuna Walstedde 2020. © Wiesrecker

Im Februar 2020 durften die Bürgerschützen und Fortunen noch ausgelassen ihr Kappenfest feiern. Damals ahnte niemand, dass ein kleines Virus das gesamte Leben lahmlegen würde und an ein Kappenfest die nächsten zwei Jahre nicht zu denken war. Schon seit einiger Zeit darf wieder gefeiert werden – ein Kappenfest wird es in diesem Jahr trotzdem nicht geben.

Walstedde – Vor ziemlich genau drei Jahren verkündete der damalige Bürgerschützen-Vorsitzende Markus Bachtrop den 500 Feiernden im Festzelt: „Einmal im Jahr – da ist im Dorf Kappenfest, da steht alles kopf und alle feiern ausgelassen miteinander.“ 15 Jahre war das Fest zu Karneval neben dem Schützenfest ein Höhepunkt im Dorfleben.

Dass, obwohl die Beschränkungen aufgehoben sind, auch in diesem Jahr nicht gefeiert wird, darf sicher als schade bezeichnet werden. Die Entscheidung, das Fest ausfallen zu lassen, hatte der Vorstand der Bürgerschützen schon Ende vergangenen Jahres getroffen. „Wir sind uns da alle einig“, versichert Max Thamm. „Die wirtschaftliche Lage macht es uns nicht möglich, ein Kappenfest so zu feiern, wie wir es aus den vergangenen Jahren kennen“, erklärt der Vorsitzende der Walstedder Schützen weiter. Man wolle kein Fest in abgespeckter Form. Vieles sei teurer geworden – unter anderem das Mieten von Zelten. Die Kosten hätten sich drastisch erhöht. Die Eintrittspreise ebenfalls drastisch zu erhöhen, um die Kosten zu decken, sei angesichts der wirtschaftlichen Lage keine Lösung. „Jeder kann den Euro nur einmal ausgeben“, so Thamm.

150-jähriges Jubiläum

„Das Kappenfest war immer gut. Unser Hauptziel ist aber der Erhalt des Schützenfestes“, stellt er klar. Dazu komme, dass die Bürgerschützen in diesem Jahr auch noch ihr 150-jähriges Jubiläum feiern. Das Jubiläum sei aber nicht der alleinige Grund für die Absage.

Max Thamm, Vorsitzender der Bürgerschützen Walstedde
Max Thamm © Wiesrecker, Mechthild

Dass es in diesem Jahr kein Kappenfest geben wird, bedeute nicht, dass es auch in Zukunft keins geben wird. „Sobald es wirtschaftlich wieder möglich ist, spricht nichts dagegen“, stellt Thamm in Aussicht.

Frank Schroth, langjähriger Kappenfestbeauftragter, findet die Absage des Festes schon bedauerlich. „Die Leute möchten feiern und einige sind schon traurig“, weiß er aus etlichen Telefongesprächen.

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