Jugendfeuerwehr "absolviert" ersten 24-Stunden-Dienst

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Dichter Rauch erwartete die Jugendlichen auf dem Hof Struckamp.

Drensteinfurt -  Einen 24-Stunden-Dienst erlebten 15 Jugendliche der Jugendfeuerwehr am Samstag. Ziel der Aktion war es, den Alltag der Berufsfeuerwehr realistisch nachzuerleben und wie die Großen für Einsätze bereit zu stehen.

Schon früh um acht Uhr ging es mit dem ersten Einsatz los. Eine von der Brücke gestürzte Person musste gerettet werden. Später wurde eine Tragehilfe bei Kronshage angefordert. Ein simulierter Verkehrsunfall mit einem Pkw und einem Radfahrer folgte kurze Zeit später. Am Nachmittag erwartete die Jugendlichen ein fiktiver Scheunenbrand auf dem Hof Struckamp.

24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr

„Den Rauch haben wir mit der Nebelmaschine erzeugt“, berichtete Marleen Struckamp. Als die Jugendfeuerwehr kurze Zeit nach der Benachrichtigung mit zwei großen Einsatzfahrzeugen sowie der Drehleiter auf dem Hof eintraf, erfuhren die Jugendlichen, dass fünf Personen in der brennenden Scheune vermisst wurden.

Nach dem Löschen müssen die Schläuche wieder ordentlich aufgerollt und verstaut werden.

Wie die Großen rollten die Nachwuchsfeuerwehrkräfte die Schläuche aus und holten die Tragen. Zwei von ihnen tasteten sich in dem dicken Rauch der Scheune vor. Nach einiger Zeit hatten sie die erste vermisste Person gefunden und gerettet. Zeitgleich wurden im Innern der Scheune Löscharbeiten simuliert. Als sie alle vermissten Personen gefunden und das Feuer gelöscht hatten, mussten die Schläuche wieder ordentlich aufgerollt und verstaut werden.

Letzter Einsatz um Mitternacht

Es zeigte sich, dass die Jugendlichen ihr Handwerk schon recht gut beherrschen. Für Fragen standen aber jederzeit die Jugendwarte und erfahrenen Feuerwehrleute bereit. Auf dem Programm des praxisnahen Tages standen am Abend noch die Bergung eines Lkw mit gefährlichen Stoffen. Gegen 22 Uhr wurde es dann mit einem Realfeuer auf dem Gelände der Firma Nüssing noch realistischer. Hier wurde nicht nur simuliert, sondern richtig mit Wasser gelöscht. Um Mitternacht erwartete die Jugendlichen mit einem Brandmelder-Fehlalarm der letzte Alarm des Tages.

Allen Teilnehmern bereitete es sichtlich Spaß, einmal wie die Erwachsenen verantwortlich zu sein. „Wir führen den 24-Stunden-Tag nur alle zwei Jahre durch, damit er etwas Besonderes bleibt“, erklärt Marleen Struckamp. Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Am Mittag gab es ein von Carola Wesseler zubereitetes Essen und am Abend wurde gemeinsam gegrillt. Dienstende der ereignisreichen und spannenden Schicht war am Sonntagmorgen um 8 Uhr.

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