Nach der Kommunalwahl

Jünger, aber nicht weiblicher: Das ist der neue Rat der Stadt Drensteinfurt

Martin Niesmann von der SPD ist das jüngste Ratsmitglied in Drensteinfurt.
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Martin Niesmann von der SPD ist das jüngste Ratsmitglied in Drensteinfurt.

Nach der Kommunalwahl wird sich die Zusammensetzung des Rats in Drensteinfurt deutlich verändern – nicht nur weil SPD und Grüne je einen Sitz verloren haben, und CDU und FDP je einen weiteren Vertreter in den Rat entsenden.

18 der 32 Sitze werden mit neuen Kandidaten besetzt, da es innerhalb der vier Parteien Personenwechsel gegeben hat. Insgesamt hat sich der Rat verjüngt. Unsere Übersicht:

Nach dem überragenden Ergebnis der CDU-Fraktion entfallen alleine 17 der 32 Sitze im Rat an die CDU. Als Gewinner in allen 16 Wahlbezirken entsendet die CDU also 16 Direktmandatsträger und ein Mitglied von der Reserveliste. Darunter befinden sich viele langjährige Politiker wie Andreas Brinkmann (49), Alfons Krellmann (62), Reinhard Pöhler (64), Bernhard Stückmann (67) und Markus Wiewel (54) sowie die noch recht frischen Ratsmitglieder Ingo Meyer (56), Martin Zinselmeier (55) und Ann-Christin Budde (33).

Nachdem altgediente Politiker, zu denen neben dem Fraktionsvorsitzenden Heinz Töns auch Georg Feldmann, Hans Drüppel, Dieter Eusterwiemann, Regina Ruß und Renate Austermann gehören, nicht mehr angetreten sind, konnte sich die CDU im Rat deutlich verjüngen. Zum ersten Mal in den Rat berufen wurden folgende Personen, die allerdings über weitreichende Erfahrungen in den verschiedensten Ausschüssen verfügen: die 39 Jahre alte medizinische Bademeisterin Tabea Sandkühler, der Abteilungsleiter eines Automobilzulieferers Thomas Hunsteger (34), Bauunternehmer Werner Schmidt (61), Vertriebsmitarbeiter Jonas Volkmar (32), Geschäftsführer Martin Welscheit (55), die Psychatriefachschwester Manuela de Vaal (39), der Qualitätsmanager Alfred Haase (57), die Unternehmensberaterin Sabrina Salomon (33) sowie über die Reserveliste der Betriebswirt Mathias Micheel (35). Allerdings ist es der CDU nicht gelungen, das Verhältnis von Männern und Frauen auch nur annähernd anzugleichen. Auf 13 männliche Ratsmitglieder kommen gerade mal vier Ratsfrauen. Das entspricht nahezu den bisherigen Verhältnissen von drei weiblichen und zwölf männlichen Vertretern der CDU im bisherigen Rat.

Auch bei der zweitstärksten Partei Bündnis 90/Die Grünen sind die Männer in der Überzahl. Vier Ratsmänner und zwei Ratsfrauen werden die grünen Themen vertreten. Auch die Grünen haben sich mit den beiden Ratsmitgliedern Marc Harenkamp (52), der im Schul- und Stadtenwicklungsausschuss tätig ist, und Uwe Eggert (53), Mitglied im Sozialausschuss, verjüngt, denn viele alte Hasen, darunter Winfried Reher, Maria Tölle, Waltraud Angenendt und Hildegard Niesmann werden nicht mehr dabei sein. Insgesamt betrachtet verlieren die Grünen einen Sitz. Geblieben sind Heidi Pechmann (48), Bernhard Meyer (55), Raphaela Blümer (52) und Stefan Gengenbacher (55).

Genau doppelt so viele Männer wie Frauen schickt auch die SPD in den Rat. Sie ist ebenso mit sechs Sitzen vertreten wie die Grünen. Bis auf Ingo Stude (52) und Simone Stude (48) ist bei den Sozialdemokraten die Riege der Ratmitglieder neu formiert. Martin Havers, Martin Fels, Christopher Merten und Jutta Schweda sind in der neuen Legislaturperiode nicht mehr dabei. Für sie vertreten nun Martin Niesmann, mit 23 Jahren das jüngste Ratsmitglied, Silke Heitbaum (48), Dirk Zache (56) und Rainer Hofstedde (55) die Interessen der SPD. Alle vier sind zum ersten Mal im Rat dabei. Martin Niesmann, der derzeit Jura studiert, hat trotz seines fast jugendlichen Alters als Mitglied im Bau-, Schul- und Sozialausschuss bereits beachtliche politische Erfahrung gesammelt.

Wenig Veränderung gibt es bei der FDP. Die beiden Ratsmitglieder Sonja Berstermann-Kowalke (63) und Burkhard Wieland (59) können ihr Team um Uwe Hagemann durch den Gewinn eines dritten Sitzes verstärken. Der 55 Jahre alte Elektroniker ist seit 2006 Mitglied im Betriebsausschuss, im Stadtrat aber ein Neuling.

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