Zum Jubiläumsschützenfest

Ausstellung zeigt Schützenfotos der vergangenen 125 Jahre

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Gleich am Tag der Eröffnung der Fotoausstellung kamen Stewwerter und suchten auf den Stellwände nach Fotos von Verwandten.

Drensteinfurt - Der Bürgerschützenverein feiert am Wochenende sein 425-jähriges Jubiläum. Seit es Fotokameras gibt, sind unzählige Fotos entstanden, etliche alte Dokumente ruhen sicher im Tresor der Volksbank.

Anlässlich der Feierlichkeiten hat Peter Sacher eine Ausstellung alter Bilder und Dokumente zusammengestellt, die seit gestern in der Alten Post bestaunt werden kann.

Viele Stunden Arbeit hat Sacher in die Ausstellung gesteckt. Am Anfang hat er sich mit seiner Arbeitsgruppe regelmäßig mit ehemaligen Königen, Königinnen und Chargierten im Schuppen von Heinz Töns getroffen. Der Arbeitskreis, dem neben Sacher und Töns noch Heinz Fels und Egon Wittler angehören, entlockte rund 50 ehemaligen Bürgerschützen ihre Erinnerungen.

Zusätzlich bat Sacher die Eingeladenen im Vorfeld, alle alten Schützenfest-Fotos mitzubringen. Diese scannte er ein und sammelte sie zunächst auf seinem PC. Am Ende der vielen gemütlichen Abende hatte der leidenschaftliche Fotosammler 4.500 Bilder zusammen, wobei das älteste aus dem 1893 stammt. „Jetzt begann der schwierige Teil: eine gelungene Mischung zu erstellen.“

Peter Sacher (Mitte) erhielt viel Lob von Bürgermeister Carsten Grawunder (links) und Theo Scharbaum, dem Vorsitzenden der Bürgerschützen, für die Fotoausstellung.

Er suchte 1000 Bilder aus, die mithilfe eines Beamers auf einer Leinwand gezeigt werden, und ließ 165 davon für die Stellwände drucken. Chronologisch angeordnet, natürlich mit entsprechender Beschriftung, entstanden so sechs doppelseitige Stellwände mit den schönsten Fotografien. „Gesichter sind mir wichtig, vor allem auch aus den Zuschauerreihen“, verrät Sacher. Es sei schon interessant, wenn man Kinder sieht, die heute schon 80 Jahre alt sind, gibt er schmunzelnd zu.

Neben einem eigens von Peter Sacher gebauten Bier-Lieferfahrzeug aus der guten alten Zeit gab es noch den aktuellen Schellenbaum zu besichtigen sowie eine Vitrine mit alten Dokumenten, handgeschrieben in Sütterlinschrift, dazu alte Königsorden.

„Die lagern normalerweise im Tresor der Volksbank“, informierte Schriftführer Andreas Schröter. Geplant ist, die alten Dokumente, von denen der älteste Kassenbeleg aus dem Jahr 1843 stammt, zu digitalisieren. Die Schrift hat sich geändert, eins aber ist gemäß dem Motto „Dem Alten verpflichtet“ gleich geblieben. „Noch immer werden die Protokolle der Mitgliederversammlungen handschriftlich in das Buch eingetragen“, so Schröter.

Bis einschließlich Donnerstag, 14. Juni, kann die Ausstellung immer von 15 bis 20 Uhr in der Alten Post besichtigt werden. Am heutigen Mittwoch findet zudem eine Open-Air-Kinoveranstaltung vor der Alten Post statt, bei der ab 19.30 Uhr der 90-minütige Film über die Bürgerschützen von Christoph Vorlop gezeigt wird.

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