Ehemaliges Waldgebiet

Investor plant Windkraftanlagen: Konzentrationszone soll um viele Quadratmeter mehr erweitert werden

Die Windkonzentrationszone VIII wird wachsen. Hinzu kommt ein Areal an der Rieth, wo zwei Windräder gebaut werden sollen. Zu der Hochspannungsleitung soll ein Sicherheitsabstand eingehalten werden.
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Die Windkonzentrationszone VIII wird wachsen. Hinzu kommt ein Areal an der Rieth, wo zwei Windräder gebaut werden sollen. Zu der Hochspannungsleitung soll ein Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Die Windkonzentrationszone (WKZ) VIII wird wachsen. So sieht es der Bau- und Umweltausschuss vor, der gegen die Stimmen der FDP beschloss, die WKZ VIII auszuweiten.

Drensteinfurt – Hintergrund ist, dass der dort tätige Investor den Bau zweier Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 200 Metern plant. Da er dabei einen Sicherheitsstreifen zu der dort entlang führenden Hochspannungsleitung, die die Fläche in einen nördlichen und einen südlichen Bereich teilt, beachten muss, ist die Positionierung der Windräder bereits deutlich eingeschränkt. Nur eine Anpassung der Windkonzentrationszone macht es dem Investor möglich, die Anlagen so zu errichten, dass sie wirtschaftlich arbeiten.

Laut Ausschussvorsitzendem Markus Wiewel (CDU) stehe einer Erweiterung der WKZ nichts im Wege: „Die Teilfläche, die zur Windkonzentrationsfläche hinzukommen soll, ist nicht mehr als Waldfläche ausgewiesen.“ Bei der Ausweisung waren sowohl die Bereiche nördlich wie südlich der WKZ VIII als Waldgebiete gelistet. Eine Nutzung als Windkonzentrationsfläche war demnach nicht möglich. Inzwischen hat sich das allerdings zumindest im Bereich der nördlichen Aussparung geändert.

Vom Wald zur Windkraftanlage?

Das bestätigt auch die Verwaltung, die mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW Rücksprache gehalten hat: Das betroffene, rund 6300 Quadratmeter große Gebiet ist inzwischen offiziell umgewandelt, gilt daher nicht mehr als Waldfläche und könnte als WKZ dienen.

Um die Konzentrationsfläche auszuweiten, ist eine Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) notwendig. Diese Änderung, die den Bereich auch im FNP von einer Wald- zu einer Ackerfläche macht, hat der Ausschuss mehrheitlich auf den Weg gebracht. Die endgültige Entscheidung fällt dann in der nächsten Ratssitzung am 15. März.

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