Drei Mehrfamilienhäuser entstehen im Gebiet „Schulze-Wiescheler-Biermann“

22 neue Wohneinheiten in Walstedde

Soll saniert werden: die Villa Schulze Wiescheler in Walstedde.
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Soll saniert werden: die Villa Schulze Wiescheler in Walstedde.

Es tut sich was im Bebauungsplangebiet Nr. 2.05 „Schulze-Wiescheler-Biermann“. Fachbereichsleiter Christoph Britten stellte im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt die Planungen des Investors vor, der in dem von Schulzenweg, Föhrenkamp und Dorfstraße eingefassten Areal bauen möchte.

Walstedde - Über einen Bebauungsplan abstimmen mussten die Mitglieder nicht: Dem Bauvorhaben liegt die rechtskräftige neunte Änderung des Bebauungsplans zugrunde, das Bauleitplanverfahren ist 2009 eingeleitet und ein Jahr später abgeschlossen worden. „Konkretes Baurecht besteht also seit elf Jahren“, erklärte Britten. „Das Bauvorhaben ist dann aber nie angegangen worden.“

Jetzt soll sich das nach dem Willen des Investors ändern. In dessen Auftragt legte das Architekturüro „snarq GmbH – beratende Architekten und Ingenieure“ mit Sitz in Halle (Saale) eine Planung vor, die sich in weiten Teilen von den ursprünglichen Planungen unterscheidet. Einwände gibt es seitens der Verwaltung dennoch nicht. „Die Planung passt vollständig zum geltenden Recht“, betonte Britten.

Drei Mehrfamilienhäuser

Geplant seien, berichtete er, drei Mehrfamilienhäuser. Insgesamt sollen so 22 Wohneinheiten entstehen, zehn davon im dreistöckigen Haus A und je sechs in den zweigeschossigen Häusern B und C.

Das größte der drei Mehrfamilienhäuser: Haus A soll im Mündungsbereich zwischen Dorfstraße und Schulzenweg entstehen und eine Traufhöhe von 8,40 Metern und eine Firsthöhe von 11,13 Metern haben.

Das größte der drei Gebäude soll im Mündungsbereich zwischen Dorfstraße und Schulzenweg entstehen und eine Traufhöhe von 8,40 Metern und eine Firsthöhe von 11,13 Metern haben. Die geplanten Balkone sollen überwiegend zum Süden hin ausgerichtet sein. Da für das Gebäude die mögliche überbaubare Grundstücksfläche nicht ausreicht, plant der Investor westlich des Hauses eine Fahrradabstellanlage mit 24 Plätzen.

Die anderen beiden Häuser sind analog zueinander mit einer Traufhöhe von 5,92 Metern und einer Firsthöhe von 8,40 Metern. Auch diese Gebäude sollen Balkone bekommen, die nach Osten ausgerichtet sind und – ebenso wie beim Gebäude A – die ausgewiesenen überbaubaren Grundstücksflächen möglicherweise überschreiten. Sowohl die Stadt- als auch die Kreisverwaltung bewerteten dies aber als unkritisch, so Britten in seiner Vorlage.

78 Fahrradstellplätze

Neben den 24 Radstellplätzen in unmittelbarer Nähe zum Haus A plant der Investor weitere Stellplätze. Insgesamt sind 78 Stellplätze für Fahrräder vorgesehen. Hinzu kommen 30 Stellplätze für Pkw. Anders als in der ursprünglichen Planung vor gut einem Jahrzehnt sind für diese eine zentrale Sammelstellplatzanlage auf dem Areal selbst geplant. Ein Schallgutachten, das bestätige, dass es durch den Sammelparkplatz keine schalltechnischen Konflikte zu erwarten sind, liege vor, berichtete Britten. Die 30 Stellplätze sind von der einzigen Zufahrt an der Dorfstraße aus zu erreichen, innerhalb des Areals sollen die einzelnen Bereiche fußläufig erschlossen werden. Im Bereich der Zufahrt an der Dorfstraße wird das Abstellgebäude für die Mülltonnen entstehen.

Spiel- und Grillplatz

In den Bereichen zwischen den Neubauten plant das Architekturbüro weitere Pflanzungen, nicht überbaute Flächen sollen in großen Teilen als versickerungsfähige Grünflächen gestaltet werden. Um die Gemeinschaft der Bewohner zu fördern ist angedacht, eine Teilfläche mit einem Spiel- und einem Grillplatz zu einem Treffpunkt zu machen.

Lob von der Politik

Die vorgestellten Planungen kamen nicht nur in der Verwaltung gut an. Auch im Ausschuss stießen die Ideen auf Zustimmung. Bernhard Lipps (Grüne) lobte, dass die Parkanlage erhalten bleiben solle, sein Parteikollege Marc Harenkamp begrüßte, dass die Villa Schulze Wiescheler erhalten wird. Für die soll nach Aussagen des Architekturbüros ein eigener Bauantrag eingereicht werden, da sie im Zuge weiterer Planungen saniert werden soll.

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