Impfzentrum in Ennigerloh ist jetzt geschlossen

In Spitzenzeiten bis zu 1 200 Menschen pro Tag geimpft

Leere Gänge und Stühle: das Impfzentrum des Kreises Warendorf in Ennigerloh.
+
Leere Gänge und Stühle: das Impfzentrum des Kreises Warendorf in Ennigerloh.

Das Impfzentrum des Kreises in Ennigerloh hatte am Donnerstag, zum letzten Mal geöffnet. „Seit dem 8. Februar haben wir hier und im Impfmobil insgesamt 75 983 Menschen vollständig geimpft. Dazu kommen die zahlreichen mobilen Impfungen in den Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe im Kreis, die am 27. Dezember 2020 in den vollstationären Pflegeeinrichtungen gestartet sind“, zieht Landrat Dr. Olaf Gericke eine positive Bilanz.

Kreis Warendorf – Rund die Hälfte aller Impfungen im Kreis Warendorf konnten über das Impfzentrum und seine mobilen Angebote vorgenommen werden. „Das zeigt deutlich, welch zentraler Baustein das Impfzentrum bei der Pandemiebekämpfung war. Hierfür bedanke ich mich herzlich bei allen, die durch ihren Einsatz dazu beigetragen haben, dass diese historische Aufgabe gemeistert werden konnte!“, so Gericke. Die Impfquote der vollständig Geimpften im Kreis liegt bei rund 66 Prozent, Impfungen von Betriebs- und Privatärzten nicht eingerechnet.

Nach einem organisatorischen Kraftakt hatte der Kreis Warendorf gemeinsam mit der KVWL zunächst ein modulares Impfzentrum auf dem Gelände der Abfallwirtschaftsgesellschaft in Ennigerloh errichtet, das seit Mitte Dezember startklar war. „Zu Beginn der Impfkampagne war unsere größte Sorge die Impfstoffknappheit“, erinnert sich Gesundheitsdezernentin Brigitte Klausmeier. Aufgrund der anfangs noch strengen Priorisierung konzentrierten sich die Impfungen zunächst auf Menschen in Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe.

Ab Anfang Februar nahm auch das Impfzentrum seinen Betrieb auf, dort konnten nach und nach weitere Personengruppen immunisiert werden. Seit dem 7. Juni haben alle Menschen ohne Priorisierung Zugang zu einer Impfung. „In Spitzenzeiten haben wir bis zu 1 200 Menschen pro Tag gegen das Coronavirus geimpft“, resümiert Impfzentrumsleiterin Barbara Weil. Dr. Rudolf Ernst, ärztlicher Leiter des Impfzentrums.

Mit mobilen Impfangeboten wurden auch Menschen angesprochen, die – aus welchen Gründen auch immer – bisher nicht ins Impfzentrum oder zu ihren Hausärzten kommen konnten. In guter Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden rollte das Impfmobil durch den Kreis und hielt an 63 Stationen in Fußgängerzonen, auf Supermarktparkplätzen, vor Behörden oder einer Moschee. Mehr als 5 000 Impfungen wurden so verabreicht.

Nach der Schließung des Impfzentrums sollen die Impfungen überwiegend von den niedergelassenen Ärzten übernommen werden. Sogenannte koordinierende Covid-Impfeinheiten bei den Kreisen und kreisfreien Städten sollen die Ärzte dabei unterstützen. Zudem soll es weiterhin bedarfsorientierte mobile Impfangebote für schwer erreichbare Personengruppen geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare