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Zwischen Hoffnung und Sorge: 2G-plus und seine vielen Ausnahmen machen Gastronomen die Arbeit schwer

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Von: Mechthild Wiesrecker

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André Krawczyk, einer der beiden Pächter von Andrés Auszeit“.
Anders als in Hamm, in der die Pächter mittlerweile „Andrés Dinner“, eines ihrer beiden Restaurants, seit acht Wochen mangels Gäste geschlossen haben, wird „Andrés Auszeit“ in Drensteinfurt gut besucht. © Wiesrecker, Mechthild

3G, 2G, 2G plus – langsam wird es undurchsichtig im Dschungel der Corona-Schutzverordnung.

Drensteinfurt - Doch nicht für André Krawczyk und Frank Raulf, gemeinsame Pächter des Cafés und Restaurant „Andrés Auszeit“ am Marktplatz, denn die sind jederzeit auf dem aktuellsten Stand und gewähren damit ihren Gästen ein Höchstmaß an Sicherheit.

„Corona machte es uns Gastronomen nicht leicht“, gibt André Krawczyk zu und zeigt auf die am vergangenen Sonntag neu beschlossene Regelung. Die besagt, dass geboosterte Gäste keinen Test benötigen. Geboostert bedeutet drei Impfungen und das gelte auch für den Impfstoff Johnson & Johnson, der ja ursprünglich nur einmal verabreicht werden sollte.

Zeitaufwendige Kontrollen

Jetzt gebe es aber noch einige Sonderregelungen für genesene Personen, bei denen die Infektion durch PCR-Test bestätigt wurde. Diese muss aber mindestens 27 Tage, aber weniger als 90 Tage zurückliegen. Auch Personen, die nur zwei Impfungen erhalten haben, bei denen aber die zweite aber mehr als 14 Tage und weniger als 90 Tage zurückliegt, brauchen keinen aktuellen Test. „Es ist bei all diesen Ausnahmen zeitaufwendig, die Gäste zu kontrollieren“, gibt Krawczyk zu.

Anders als in Hamm, in der die Pächter mittlerweile „Andrés Dinner“, eines ihrer beiden Restaurants, seit acht Wochen mangels Gäste geschlossen haben, wird „Andrés Auszeit“ in Drensteinfurt gut besucht. „Die Drensteinfurter sind vorsichtig aber sie wollen auch leben“, erklärt Krawczyk. Und weil auch die Restaurantmitarbeiter vorsichtig sind und größtmögliche Vorkehrungen getroffen werden, sei der Besuch im Restaurant auch sicher.

Nur selten gibt es Verstöße

„Wir sind sehr froh, dass wir hier in Stewwert sein dürfen“, versichert der Pächter. Er freue sich über die Anerkennung, die sie von den Gästen bekommen. Ganz selten käme mal ein Gast, der die geforderten Auflagen nicht erfüllt. Bisher sei man aber immer auf großes Verständnis gestoßen.

Wer einen Test vorweisen muss, sollte bereits mit einem negativen Testergebnis kommen, rät der Pächter. Es sei zwar erlaubt, dass der Test auch im Restaurant gemacht werden dürfe, dafür sei aber zusätzliches Personal erforderlich. „Hinzu kommt, dass der Gast den Test bezahlen muss“, erklärt Krawscyk.

Hammer ängstlicher als Drensteinfurter

Der Gastronom bedauert, dass die Menschen in Hamm offensichtlich mehr Angst haben, ins Restaurant zu kommen. Möglicherweise liege es auch an den vielen Verordnungen. Er könne an die Hammer Bürger nur appellieren auch weiterhin zum „Restaurant“ zu kommen. „Niemand muss Angst haben, wir haben sogar eine extra Lüftungsanlage einbauen lassen“, versichert er.

Krawczyk ist in großer Sorge um sein Personal. „Ich befürchte, wenn die Gäste wegbleiben, werden Existenzen zerstört“, wirft er einen düsteren Blick in die Zukunft.

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