Immer mehr Kids in Wunsch-Kita: Zahl der Betreuungsplätze ist auf 634 gestiegen

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Spielen und lernen in der Kita, die ihre Eltern für sie ausgesucht haben, können immerhin 78 Prozent der Kinder aus Drensteinfurt.

Drensteinfurt – Der Kindergartenbedarfsplan für das Jahr 2019/2020 wurde in der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstagabend vorgestellt. Wichtigstes Ergebnis: 78 Prozent (im Vorjahr 60 Prozent) der Kinder konnte einen Platz in ihrer Wunscheinrichtung zugewiesen werden. Die übrigen 22 Prozent der Kinder erhielten einen Platz in einer Alternativeinrichtung.

Insgesamt stehen 634 Betreuungsplätze zur Verfügung, somit konnte die Zahl um 28 Plätze weiter ausgebaut werden. Von den 634 Plätzen entfallen 473 auf die Altersgruppe der Über-Dreijährigen, 124 sind jünger als drei Jahre, 37 sind jünger als zwei Jahre. Insgesamt 18 integrative Kitaplätze gibt es in der Wersestadt. Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtungen werden im Haushalt für 2019 mit 265.000 Euro veranschlagt.

Alle Bedarfe zum 15. März können gegebenenfalls zeitversetzt unter anderem mit der Übergangssituation der Caritas-Kita und der neu errichteten zweiten Gruppe bedient werden, heißt es in der Vorlage. Anmeldungen innerhalb des Jahres werden durch frei werdende Plätze oder möglicherweise durch Überbelegungen bedient. In Drensteinfurt könnten so fünf Ü3-Plätze, in Rinkerode ein U3-Platz und in Walstedde sechs Ü3-Plätze geschaffen werden. Für das kommende Kita-Jahr sind Maßnahmen geplant, um mehr Betreuungsplätze anbieten zu können.

Raummodule als Übergangslösung angemietet

Für Drensteinfurt sind Raummodule als Übergangslösung bis November 2019, angemietet, die bei Bedarf verlängert werden können. Hier finden seit Januar insgesamt 15 Kinder zusätzlich Platz. Mit der Fertigstellung der Kita an der Blumenstraße werden jeweils eine Gruppe für Kinder von zwei bis sechs Jahren, von null bis drei Jahren sowie von drei bis sechs Jahren zur Verfügung stehen. Geplant sind dort 55 Plätze. Das bedeutet 16 weitere Plätze für das Betreuungsjahr 2019/2020.

Für die Container für die Kita Blumenstraße muss die Stadt die Hälfte der Miete (die andere trägt der Kreis) in Höhe von 2.160 Euro bezahlen. Hinzu kommen anteilige Aufstellungskosten in Höhe von 30.000 Euro.

Im Kindergarten St. Marien wird eine Ü3-Gruppe in eine Gruppe für Kinder von zwei Jahren bis zur Einschulung umgewandelt. Dadurch stehen sechs Ü3-Plätze mehr zur Verfügung. Die Kosten für den U3-Ausbau bezuschusst die Stadt mit 26.000 Euro.

Lösung an der Hoflinde nicht barrierefrei

In Walstedde gibt es mit der zusätzlichen Gruppe in der Hoflinde 2 insgesamt zehn neue Plätze (zwei Ü3-, acht U3-Plätze und ein Platz von zwei bis zur Einschulung). Für den Umbau muss die Stadt 99.000 Euro zur Verfügung stellen. Ein Zuschuss wird beim Kreis beantragt.

Die Übergangslösung an der Hoflinde wird aus Kostengründen und mangels Bedarf nicht barrierefrei umgebaut. Solle ein Bedarf entstehen, wird in einer barrierefreien Einrichtung in Drensteinfurt ein Platz zur Verfügung stehen.

Zukünftig wird sich die Situation durch die neue Kindertageseinrichtung in Walstedde ändern: Diese ist für das Kitajahr 2020/2021 mit der Kita St. Georg in Kooperation mit Fortuna Walstedde geplant.

In Drensteinfurt gibt es sechs Spielgruppen in der evangelischen Kirche, die von insgesamt knapp 60 Kindern im Alter von null bis drei Jahren besucht werden.

Zu wenig U2-Plätze

Insgesamt stehen zu wenig U2-Plätze zur Verfügung. Besonders in Walstedde gibt es keine U2-Betreuung. Die fehlenden Plätze werden von der Tagespflege aufgefangen. Hier stehen in Walstedde drei Tagesmütter zur Verfügung, die 15 Kinder betreuen. In Drensteinfurt sind es sechs Betreuer inklusive der Großtagespflege mit 23 betreuten Kindern. In Rinkerode gibt es zur Zeit, trotz Bedarf, keine Tagesmütter, sodass die Kinder einen Platz in der Großtagespflege erhalten.

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