Schäferhund greift Fahrradfahrer mit Hund am Werse-Radweg an

Attacke auf Hund und Besitzer

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Der Hund war dem Ordnungsamt bekannt.

Drensteinfurt - Am Samstag vor einer Woche verletzte auf dem stark frequentierten Werse-Radweg, der nach Sendenhorst führt, ein freilaufender Schäferhundmischling einen Deutsch-Drahthaar-Mischling und seinen Halter, sodass beide ärztlich behandelt werden mussten. Der Fall wurde erst jetzt bekannt.

Der Drensteinfurter Halter war mit seinem angeleinten Hund auf dem Fahrrad unterwegs, als der freilaufende Hund plötzlich auf sie zusprang und unvermittelt zubiss. Bei der Attacke stürzte der Mann vom Fahrrad, versuchte aber sofort seinen schwer verletzten Hund zu retten. Dabei biss der Hund auch den Halter mehrmals in die Hand.

Während der Jagdhund-Mischling in der Lüdinghausener Tierklinik notoperiert werden wurde, behandelte der Rettungsdienst den verletzten Drensteinfurter und brachte ihn ins Hiltruper Herz-Jesu-Krankenhaus.

Der verletzte Halter erstattete Anzeige bei der Polizei und meldetet den Vorfall beim Drensteinfurter Ordnungsamt. „Wir haben daraufhin den Kontakt zum Halter aufgenommen“, erklärte Laura Scholz, Mitarbeiterin beim Ordnungsamt, die auch bestätigte, dass der verletzte Drensteinfurter schon im August mit einer Beschwerde über den Hundehalter an sie herangetreten sei. „Als erste Maßnahme haben wir den Halter aufgefordert, seinen Vierbeiner anzuleinen“, informierte Scholz weiter. Er wurde außerdem darüber aufgeklärt, dass er im Falle von Zuwiderhandlungen mit einem Zwangsgeld oder sogar mit dem Entzug des Hundes rechnen müsse.

Ehe der Fall endgültig abgeschlossen werden kann, müssen noch das Gutachten der Kreisveterinärin, die eine Verhaltensprüfung mit dem Hund durchführen wird, abgewartet und Zeugen befragt werden. Fest steht, so Scholz: „Andere Beschwerden aus dem Umfeld gegen den Schäferhundmischling und seinen Halter gibt es bisher nicht.“

Auch die Tierschutzorganisation Peta hat eine Stellungnahme zu dem Drensteinfurter Vorfall abgegeben: Darin fordert sie einen Hundeführerschein für Halter in Nordrhein-Westfalen. Oft, so die Meinung der Organisation, liege das Problem nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine. Geht es nach dem Willen von Peta, soll einen Hundeführerschein der erhalten, der einen Theoriekurs absolviert, in dem er sich das notwendige Fachwissen über tiergerechte Haltung, Kommunikation mit dem Hund und Erkennen seiner Bedürfnisse erarbeitet. Der Theorie anschließen soll sich ein Praxisseminar in einer Hundeschule.

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