Hotel "Zur Post" wird umgestaltet

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Erich Lenz fährt den Schutt aus dem Gebäude.

Drensteinfurt – Um sich die Tageseinrichtung für zwölf Personen im Hotel zur Post mitten im Herzen von Drensteinfurt vorzustellen, braucht es im Moment noch viel Fantasie. Doch Dr. Birgit Salomon und Elke Willecke von der Marga-Kamphus-Stiftung sind optimistisch: „Wenn es jetzt keine Überraschungen mehr gibt, feiern wir in einem Jahr Einweihung.“

In dem alten Gebäude an der Mühlenstraße wird emsig gearbeitet. Der Drensteinfurter Erich Lenz ist seit einigen Tagen mit den umfangreichen Aufräumarbeiten beschäftigt. Schubkarre für Schubkarre fährt er den Schutt aus dem Gebäude. In den vorderen Räumen zur Straße arbeitet Zimmermann Robert Hülsmann von der Schreinerei Rieping.

Das Rinkeroder Unternehmen wurde beauftragt, weil es Erfahrung mit der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude hat. Die Balken in der Vorderwand müssen ausgetauscht werden, ehe die Steine wieder ins Mauerwerk gesetzt werden können. Was für den Laien unvorstellbar aussieht, sieht der Zimmermann mit anderen Augen „Ich hab schon schlimmere Häuser gesehen, das kriegen wir hin“, so sein Kommentar.

Willecke und Salomon haben sich die Entscheidung, am Projekt festzuhalten, nicht leicht gemacht. Etliche Experten wurden befragt, auch Maurermeister Wilfried Knepper aus Dortmund und Fachmann auf dem Gebiet der Fachwerksanierung. Er habe bestätigt, dass sich das Projekt lohne. Sein Tenor: „Jedes Objekt ist es wert, wieder aufgebaut zu werden.“ Derzeit liegen alle Genehmigungen vor. Der Kreis, das Denkmalamt und der Statiker haben ihre Zustimmung gegeben.

Architekt und Bauleiter Hermann Wulfekammer hat etliche heimische Firmen mit ins Boot geholt. Ein Umstand, den die Auftraggeber begrüßen. „Die Firmen arbeiten alle Hand in Hand“, freut sich Salomon. Trotzdem weiß sie, wie viel Arbeit erforderlich ist, damit daraus die geplante Tageseinrichtung werden kann. Jeder Balken muss ausgebaut und bearbeitet werden. Glücklicherweise sei wenigstens das Dach noch in Ordnung. Tragende Balken seien in der Vergangenheit einfach entfernt worden, sodass das Haus teilweise nur von den Außenwänden gehalten wurde, erklärt sie weiter.

Seit das Haus so richtig auf den Kopf gestellt wurde, sind einige historische Fundstücke ans Tageslicht gekommen – unter anderem eine Zeitung aus dem Jahr 1905, altes Porzellan und ein alter Schrank. Auch die alte schmucke Tür mit dem bunten Glasfenster soll aufgearbeitet werden.

Vor zwei Jahren war die Idee entstanden, das alte Gebäude zu erhalten und zur Tageseinrichtung umzubauen. „In der Zwischenzeit waren wir mehr als einmal soweit, es zurückzugeben“, gibt Salomon zu. Jetzt aber sehe alles gut aus. „Wir rechnen mit einem Jahr Bauzeit und wenn es fertig ist, sind wir richtig glücklich“, gibt die Ärztin zu. Auch mit dem Projekt Bistro in der ehemaligen Bäckerei Becker am Marktplatz wird es weitergehen. „Wir halten auf jeden Fall daran fest“, versichert Willecke.

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