Standesamt

Hochzeiten geplatzt: Wegen Corona finden weniger Eheschließungen als in den Vorjahren statt

Bräutigam steckt Braut den Ring an den Finger - Hochzeitsfeier
+
„Ja, ich will!“ Aufgrund der Corona-Situation sieht der schönste Tag im Leben für viele Brautpaare anders aus, als sie es sich erträumt haben. Einige Drensteinfurter haben die Hochzeit deshalb aufs kommende Jahr verschoben, andere heiraten jetzt trotzdem.

Corona macht das Heiraten in diesen Wochen unsicher. Kein Brautpaar kann nur wenige Tage vorher mit Bestimmtheit sagen, wie viele Gäste an der Feier teilnehmen dürfen.

Drensteinfurt – Steigen die Fallzahlen, werden aus 100 Gästen schnell 50 Gäste für private Feiern. Diese Begrenzung ist dem derzeitigen Inzidenzwert von mehr als 50 Corona-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen geschuldet, den der Kreis Warendorf seit dem Wochenende überschritten hat.

Auch am Drensteinfurter Standesamt sind die Auswirkungen der Pandemie nicht spurlos vorbeigegangen, und doch finden nach wie vor Eheschließungen statt.

Viele Hochzeiten fallen Corona zum Opfer

„Die Paare, die sich jetzt angemeldet haben, werden auch kommen“, sagt Standesbeamtin Christiane Hellmrich. Natürlich gebe es bis jetzt bestimmt 30 Eheschließungen weniger als in Vergleichsjahren. Bereits bei der Anmeldung informiere sie über die Möglichkeit, dass sich alles ändert, sollten die Corona-Zahlen massiv steigen. „Die Paare sind sich durchaus darüber im Klaren“, versichert die Standesbeamtin. Darum bekräftigt sie noch einmal: „Wer sich jetzt traut, zieht das auch durch.“ Und das sind im Moment bis Dezember noch zehn Paare.

Viele hätten bereits abgesagt und die Trauung gleich auf das kommende Jahr verschoben. Andere haben sich für die Eheschließung entschieden, wollten die Feier aber nach der Corona-Pandemie nachholen.

Das Paar, das sich am Mittwoch, 21. Oktober in der Alten Post trauen ließ, heiratete im kleinen Kreis von etwa 14 Personen im großen Sitzungssaal, berichtet Hellmrich. Damit sind sie unter den im Saal erlaubten 24 Personen. Erst wenn der Inzidenz-Wert auf 100 steigt, würde sich die Zahl auf zehn Personen verringern.

Eheschließung mit und ohne Maske

Angesichts der momentan wieder leicht abfallenden Zahlen, wird das sicher nicht der Fall sein. Aktuell darf die Eheschließung am Platz ohne Masken stattfinden. „Der Platz im Sitzungssaal der Alten Post ist groß genug, sodass der Abstand gewahrt bleibt“, sagt Hellmrich. Draußen gilt im Kreis keine generelle Maskenpflicht. Hier muss dennoch der Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Aus Gesprächen mit den Paaren weiß sie, dass viele nach der Trauung mit gleicher Personenzahl zum Essen gehen und dann aufgrund der Situation keine weitere Feier stattfindet. Ob diese allerdings im kommenden Jahr nachgeholt werden kann, steht noch in den Sternen. „So genau weiß ja niemand, was das kommende Jahr bringt“, gibt auch die Standesbeamtin zu bedenken. So richtig planen könne man noch immer nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare