Stählerner Hirsch mit viel Gewicht: Tier aus dem Drensteinfurter Stadtwappen wird am Netto-Kreisverkehr platziert

Noch stehen hier Menschen, bald ein stählerner Hirsch. Josef Reher (von links), Ludger Niesmann, Franz-Josef Naber, Jana Upfhoff, Günter Neuer und Günter Koch besprachen am Netto-Kreisverkehr die Einzelheiten über das neue Wahrzeichen der Stadt, das hier seinen Platz finden soll.
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Noch stehen hier Menschen, bald ein stählerner Hirsch. Josef Reher (von links), Ludger Niesmann, Franz-Josef Naber, Jana Upfhoff, Günter Neuer und Günter Koch besprachen am Netto-Kreisverkehr die Einzelheiten über das neue Wahrzeichen der Stadt, das hier seinen Platz finden soll.

Demnächst wird die Stadt um ein Wahrzeichen reicher. Am Kreisverkehr Ahlener Straße/Sendenhorster Straße bei Netto stellt der Heimatverein einen 2,50 Meter hohen Hirsch aus Stahl – stehend auf einer steinernen Furt – auf.

Drensteinfurt – Die Idee stammt von Günter Koch, der auch schon das Doppelstadtmodell aus Bronze vor der Alten Post entworfen hatte. Der Hirsch als Abbild des Stadtwappens besteht aus sechs Zentimeter dickem Stahl, ist 2,10 Meter lang und bringt ein Gewicht von eineinhalb Tonnen auf die Waage.

Er steht auf Felssteinen, die die Stadt zur Verfügung gestellt hat und eine steinerne Furt symbolisieren soll. Seinen Platz wird er vor dem Baum im Kreisverkehr bei Netto finden, sein Blick ist in Richtung Schloss und Werse gerichtet.

Gefördertes Wahrzeichen

Schon 2009 hatte Günter Koch die Idee und erste Unterlagen, die jedoch auf unerklärliche Weise auf dem Amtsweg verschwunden waren. Nach dem ebenso unerklärlichen Wiederauftauchen der Unterlagen besprach er sich mit dem Vorstand des Heimatvereins, um das Projekt zu realisieren.

„Das größte Problem war die Finanzierung“, erklärte der Vorsitzende Franz-Josef Naber, denn die Kosten belaufen sich auf rund 8000 Euro. Die IGW habe ihm die Möglichkeit aufgezeigt, eine 80-prozentige Förderung über das Projekt „8 Plus Vital.NRW“ in Anspruch zu nehmen.

Hirsch-Platz auf Zeit

Zuvor musste beim Eigentümer der Insel im Kreisverkehr, dem Kreis Warendorf, die Erlaubnis zum Aufstellen des Hirsches eingeholt werden. Nach einem 80-seitigen Gutachten über die Statik habe er die Genehmigung für zwölf Jahre in den Händen gehalten, erklärt Naber.

Da das Projekt alle Bedingungen zur Förderungen erfüllte, konnte Vital.NRW-Regionalmanagerin Jana Uphoff einen positiven Bescheid zustellen. Das noch fehlende Geld in Höhe von 1600 Euro bezahlt der Heimatverein aus eigener Tasche.

Hier soll er stehen. Günter Koch, Ideengeber der Hirsch-Statur, steht an der Stelle, an der das Drensteinfurter Wahrzeichen am 3. Oktober platziert werden soll.

Ludger Niesmann gab die Laserarbeiten beim Stahlhandel Heitmann in Münster in Auftrag. Er ist auch zuständig für das Abschleifen und anschließende Aufstellen des Hirsches. Der fünf Zentimeter dicke Stahl ist nicht rostfrei, sodass der Hirsch mit der Zeit durch Verwitterung ein natürliches rostiges Aussehen erhalten wird.

Termin der Aufstellung

Derzeit lagert das neue Wahrzeichen auf einem Treckeranhänger auf dem Hof Niesmann. Nächster Schritt wird die Erstellung des Fundamentes sein. „Das übernimmt Josef Reher, unser Mann für die Bauarbeiten“, informiert Naber. Der Bauhof wird jedoch beim Ausschachten und der Verschalung zu Hilfe kommen.

Feierlich aufgestellt wird das neue Wahrzeichen am 3.Oktober um 14 Uhr. Günter Koch hat bereits eine weitere Idee zu Papier gebracht. Bei ihrer Realisierung wird sie ebenso wie der Hirsch für die Stadt eine Bereicherung sein, ist er sicher.

8 Plus Vital.NRW

„8 Plus Vital.NRW“ fördert Kleinprojekte mit einer Summe bis zu maximal 20 000 Euro mit 80 Prozent. Unterstützt werden hauptsächlich Anschaffungen, die bestenfalls fest installiert werden und der Öffentlichkeit zugängig sein müssen.

Bevorzugt werden Anträge von Vereinen und Kommunen. Privatpersonen haben aber auch die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen. Zur Zeit laufen 17 Projekte. In diesem Jahr stehen aber noch 35 000 Euro zur Verfügung. Diese müssen bis zum 3. August beantragt und in diesem Jahr noch realisiert werden.

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