Am Samstag im Schützenfestzelt

Elf Herren bitten zum Tanz: Walstedder Staatsballett probt für das Kappenfest

+
Das kann nicht jeder tragen: Die Herren vom Walstedder Staatsballett traten bei der Kappensitzung bereits im Borat-Kostüm auf.

Walstedde – Tänze in Boratkostümen und rosafarbenen Ballett-Tutus: Seit seiner Gründung 2013 beim Kappenfest von Fortuna und Bürgerschützen ist das Walstedder Staatsballett Jahr für Jahr einer der Höhepunkte des Programms. Auch in diesem Jahr präsentieren die elf Männer im Schützenfestzelt wieder eine Choreographie.

Passend zum Thema „Afrika ist Top(p)“ wird am kommenden Samstag unter anderem ein afrikanischer Stammestanz aufgeführt. "Perfektion ist unser Anspruch“, erklärt Frank Schroth bereits mit einem Augenzwinkern.

Wenn das Thema feststeht, Frank Schroth und Jörg Lütkenhaus die Musik ausgesucht und Georgina Smeilus die passende Choreografie gewählt haben, heißt es in fünf bis sechs Proben, die Schritte einzustudieren. Und das sieht zumindest am Anfang ziemlich lustig und chaotisch aus. 

"Die Männer sind einfach super ehrgeizig"

Dass am Ende dann ein bühnenreifes Programm präsentiert werden kann, ist unter der Leitung von Georgina Smeilus garantiert. Die gebürtige Walstedderin und Angestellte beim Westfälischen Turnerbund geht die Sache locker und doch professionell an: „Die Männer sind einfach super ehrgeizig“, sagt sie. Es mache ihr wirklich Spaß zu sehen, was aus dem Schweiß und den „vorhandenen Möglichkeiten“ nachher auf die Beine gestellt wird. Dann fügt sie schmunzelnd an: „Und einige haben wirklich Talent.“ 

Einen afrikanischen Stammestanz zeigen die Mitglieder des Walstedder Staatsballetts beim Kappenfest. Geprobt wird auf Schloss Oberwerries.

Geprobt wird rund zwei Stunden im Ballettsaal von Schloss Oberwerries. Der Ursprung des Staatsballetts reicht zurück in das Jahr 2008, als einige Mitglieder des Kegelvereins „Glockenkegler“ zum Kappenfest einen Gardetanz aufführen wollten. Von den sechs Keglern, die ursprünglich signalisierten dabei zu sein, blieben mit Martin Averkamp und Ingo Hankmanm nur zwei Männer über, die sich trauten.

Hoffnung, dass die Trainerin weiter im Boot bleibt

Heute sind es elf Tänzer und die, so versichert Frank Schroth, sind eine eingeschworene Truppe. Mittlerweile blickt das Staatsballett auf einige bunte Tänze wie das spanische „Despacito“, den Regen- und Aerobictanz, den Tanz im Boratkostüm oder rosafarbenen Ballett-Tutus zurück. 

Trainiert die Tänzer: Georgina Smeilus.

Die Kostüme werden in Eigeninitiative oder von Petra Kasischke erstellt. Die letzte Probe vor der Generalprobe mussten die Tänzer aber ohne ihre Trainerin absolvieren. Georgina Smeilus ist schwanger und ihr Arzt hat ihr Bettruhe verordnet. Für adäquaten Ersatz war aber schnell gesorgt. Ihre Schwester Chiara Smeilus übernahm das Training. „Wir sind sehr froh, dass uns Gerogina trotz Schwangerschaft trainiert hat“, berichtet Schroth und fügt hinzu: „Ihr Ehrgeiz, uns was beizubringen, ist ungebrochen.“ 

Natürlich hoffen die Männer, dass Georgina auch in den nächsten Jahren weiter im Boot ist. Mittlerweile sind einige Männer vom Staatsballett in die Jahre gekommen. „Wir sind immer auf der Suche nach Nachwuchs“, verrät Ingo Hankmann. Vor Lampenfieber brauche niemand Angst zu haben: „Da hilft der eine oder andere Nordsturm vorher“, berichtet er.

Diese Männer gehören zum Walstedder Staatsballett:

Zum Walstedder Staatsballett gehören Ingo Hankmann, Martin Averkamp, Frank Schroth, Dirk Lükens, Sebastian Bachtrop, Max Thamm, Martin Allendorf, Franz-Josef Stratmann, Thomas Rubbert, Martin Surmann und Michael Niehoff.

Kartenvorverkauf noch bis zum 20. Februar 

Der sehr gut angenommene Kartenvorverkauf für das Kappenfest im Schützenfestzelt an der Sporthalle am kommenden Samstag, 23. Februar, endet am Mittwoch, 20. Februar. Restkarten sind dann nur noch an der Abendkasse erhältlich. Beginn ist um 19 Uhr mit dem Vorprogramm, das Hauptprogramm beginnt pünktlich um 20.11 Uhr.

Kappenfest 2018 – Teil 1

Kappenfest 2018 – Teil 2

Kappenfest 2018 – Teil 3

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare