"Haarige" Angelegenheit: Eichenprozessionsspinner von Bäumen entfernt

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Mit Hubwagen und Schutzkleidung werden in Drensteinfurt die Eichenprozessionsspinner bekämpft.

Drensteinfurt - Seit dem frühen Donnerstagmorgen war Tom-Luis Brinkmann von der Schädlingsbekämpfungsfirma Angelkort aus Herbern im Drensteinfurter Stadtgebiet unterwegs, um den gefährlichen Eichenprozessionsspinner an befallenen Eichen zu vernichten.

Mit Ganzkörperschutzkleidung besteigt Mitarbeiter Simon Hermez den Hubwagen und sucht den Stamm der Eiche auch in der Höhe nach den Raupen ab. Bei Befall werden die Gespinste abgesaugt und die entsprechende Fläche anschließend mit Leim bestrichen, um am Stamm verbliebene Härchen zu verkleben.

Die aufgesaugten Eichenprozessionsspinner werden später unter Sicherheitsvorkehrungen in einem Container gesammelt und ordnungsgemäß verbrannt. Schon im vergangenen Jahr hatte die Firma Angelkort viel mit der Bekämpfung der Raupe zu tun.

In diesem Jahr, so berichtet Tom-Luis Brinkmann, gebe es noch mehr Aufträge. Im Kreis Warendorf, bis nach Borken und Unna seien sie unterwegs. „Wir arbeiten mit zwei Trupps in Doppelschichten“, teilt er mit.

Trotz Schutzkleidung würden einige Mitarbeiter manchmal schon vor der Arbeit ein Antihistaminikum nehmen, um eine Allergie zu vermeiden. Für Drensteinfurt liegen derzeit 15 Aufträge vor. Am frühen Donnerstagmorgen hatten die beiden Schädlingsbekämpfer schon an einer Eiche auf dem Spielplatz an der Konrad-Adenauer-Straße vier Nester entfernt.

Auch in Ameke waren sie bereits unterwegs. Keine Lösung scheint es für die Härchen zu geben, die möglicherweise bereits auf den Boden gefallen sind. Brinkmann empfiehlt, die Raupen zukünftig schon vor dem dritten Larvenstadium im April, also vor der Ausbildung der Brennhaare, abzusaugen.

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