Investitionen in Bildung

Neue Zahlen: Grundschulen haben zu wenig Platz

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Zu wenig Platz und baulich unzureichend: So bewertet Schulplanerin Ulrike Lexis die Grundschule Rinkerode.

Drensteinfurt/Walstedde/Rinkerode – Entgegen aller bisherigen Prognosen wird es in NRW bis 2040 ein Bevölkerungswachstum um ein Prozent geben. Eine Zahl die identisch ist mit den Erwartungen im Kreis Warendorf.

Drensteinfurt schreibt noch etwas bessere Zahlen, ein Umstand, der der Nähe zu Münster geschuldet sei, berichtet Schulplanerin Ulrike Lexis, in ihrer Einführung für den Schulbedarfsplan. Diesen hatte sie am Donnerstag den Mitgliedern des Schulausschusses vorgestellt. Dementsprechend steigt auch die Zahl der Einschulungen.

Konkret liegt die Zahl der Erstklässler 2020 bei 155 Schülern und wird 2021 auf 192 Schüler wachsen, 2022 folgt ein leichter Rückgang auf 167, ein Jahr später 181 und 2024 mit 195 Schülern das bisherige Maximum. Die Zahlen orientierten sich, so die Schulplanerin, an den Geburtszahlen plus 25 Prozent mehr Kinder als hier geboren sind. Eine Prozentzahl, die sich aus dem bisherigen Anmeldeverhalten entwickelt hat.

Akute Raumnot wird nicht besser

Die Zahlen zeigen, die Kardinal-von-Galen Grundschule bleibt vierzügig, die beiden anderen Grundschulen zweizügig.

Diese Zahlen zugrunde legend und auf den Trend zur Offenen Ganztagsbetreuung blickend, pflanzt sich die Raumnot fort, die zur Zeit an allen Schulen akut ist.

Während die Lambertusschule nach ihrer jetzigen Erweiterung auch für die Zukunft gerüstet ist, weist die Grundschule Drensteinfurt auch nach der Erweiterung ein Defizit an Räumen auf. „Sie sollten eine sinnvolle Ganztagsstrategie überdenken, um nicht Jahr für Jahr neu anbauen zu müssen“, so Ulrike Lexis.

Auch bauliche Qualität unzureichend

In Rinkerode sei, so Lexis, die Grundschule nicht nur von der Anzahl der Räume, sondern auch von der baulichen Qualität unzureichend. Die Schule wünsche sich hier eine Aufstockung des Quertraktes mit dem Gewinn von vier Klassenräumen, plus OGS-Klassen „vor Kopf“ des Gebäudes und einen Mehrzweckraum im Turm. Eine moderne Mensa soll anstelle der Turnhalle, die in dem Fall neu gebaut werden soll, entstehen. Für die Schulplanerin liegt die favorisierte Lösung, da ökonomischer, in einem Neubau der Schule an anderer Stelle.

In den kommenden Monaten wird sich das Bauamt weiterhin mit dem Thema Schulen auseinandersetzen müssen und das nicht nur hinsichtlich Rinkerode, sondern auch der Kardinal-von-Galen- Grundschule im Ort selber.

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