Gläubige pilgern zur Wallfahrtskirche nach Telgte

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Pilgerhochamt in der Wallfahrtskirche St. Clemens in Telgte: Pfarrer Schlummer und Pater Johny feierten den Gottesdienst.

Trotz Corona pilgerten am Sonntag etliche Gläubige aus allen drei Ortsteilen zur Wallfahrtskirche St. Clemens in Telgte. Viele waren mit dem Auto gekommen, rund 50 Gläubige fuhren mit dem Fahrrad, und zwölf Pilger machten sich zu Fuß auf den Weg zum Pilgerhochamt vor dem Gnadenbild der „Schmerzhaften Mutter“.

Drensteinfurt - Die Radfahrgruppe war aus allen drei Ortteilen gestartet, die Walstedder und Drensteinfurter Gruppe traf sich am Kreuz Herte nahe der Straße im Holt vor Sendenhorst. Bevor es gemeinsam weiterging, sangen die Teilnehmer ein Lied und sprachen Fürbitten. Die Fußgänger starteten ihren langen Marsch früh um 6.45 Uhr an der Pankratiuskirche in Rinkerode. 

Beide Gruppen machten unterwegs mehrfach Station, um gemeinsam zu beten. „Gerade die Pandemie gibt Anlass zur Besinnung und zum Gebet an der frischen Luft“, erklärte Pfarrer Jörg Schlummer. „Die Wallfahrt ist ein Ausdruck der Bitte um Hilfe angesichts der Corona-Situation“, berichtete er weiter. An diesem Sonntag fand auch die deutschlandweite Solidaritätsaktion für Corona-Opfer statt, an der die kirchlichen Hilfswerke beteiligt waren. So war auch die Kollekte für diesen Zweck bestimmt. 

In seiner Predigt hob Pater Johny, der gemeinsam mit Pfarrer Schlummer das Hochamt zelebrierte, die Wallfahrtskirche als Ort mit besonderer Stahlkraft hervor. „Hier spürt man die heilende und klärende Wirkung“, teilte er mit. In diesem Jahr seien diejenigen, die gekommen waren, Stellvertreter der gesamten Gemeinde, denn die Zahl der Teilnehmer war auf maximal 100 begrenzt. 

Auch Pater Johny dachte besonders an die Corona-Opfer. „Corona bedeutet nicht nur die Krankheit, sondern auch Folgen wie Hunger, Arbeitslosigkeit und der Kampf ums Überleben“, stellte er fest. Die Zukunft sei ungewiss, daher empfahl er den Anwesenden, solidarisch mit ihren Mitmenschen zu sein und im gemeinsamen Gebet Maria als Fürsprecherin um Hilfe und Schutz zu bitten. 

In der Wallfahrtskirche mussten die Gläubigen wie in den drei Pfarrkirchen einen Mundschutz tragen, der am Platz abgenommen werden durfte. Der Kirchenchor, der mit seinem Gesang bisher das Pilgerhochamt begleitete, durfte ebenso wenig singen, wie die Bannerabordnungen mit ihren Fahnen ihren Platz im Altarraum einnehmen konnten. Gesang gab es aber trotzdem durch die Schola des Kirchenchores unter Leitung von Kantorin Miriam Kaduk. Das Banner der KAB stand in diesem Jahr als einzige Fahne stellvertretend auch für die übrigen Verein. 

Nach dem Gottesdienst gingen einige Gläubige mit Pfarrer Schlummer noch wie jedes Jahr den Kreuzweg an der Ems mit. Dabei wurde selbstverständlich der notwendige Abstand gewahrt.

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