Comedy-Duo „die feisten“ tritt in Walstedde auf

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Mathias Zeh alias „C“ (links) und Rainer Schacht sind „die feisten“.

Drensteinfurt - Das Gesangs-Comedy-Duo „die feisten“ präsentiert am Sonntag,  5. August, um 17 Uhr ihr Programm "Nussschüsselblues" in der Kulturscheune Walstedde. WA-Redakteur Holger Krah sprach mit Rainer Schacht, der bei dem Duo Gitarre, Sitar und Perkussionsinstrumente spielt, über die Bedeutung von Youtube, den Deutschen Kleinkunstpreis und Neid unter Kollegen.

Sind Sie eigentlich neidisch auf Mathias Zeh alias C, der als Sänger die Songs singt, während Sie nur im Refrain dazustoßen dürfen und sonst diverse Instrumente spielen? 
Schacht: Nein, das ist genau wie beim Fußball. Dort ist eine geniale Sechs genauso wichtig wie die klassische Nummer Neun, auch wenn die Sechs anders wahrgenommen wird. Außerdem ist diese Rolle ja selbst gewählt –und sie hat sich über die Jahrzehnte bewährt. 

Fans wünschen bei Ihren Konzerten auch Titel aus der Zeit von „Ganz schön feist“, als Sie noch als Trio unterwegs waren. Singen Sie eigentlich "Du willst immer nur f...en“oder „Es ist gut, wenn du weißt, was du willst“ heute immer noch mit demselben Spaß wie vor 20 Jahren? 
Schacht: Der Spaß kommt wider, wenn das Lied lange genug im Schrank gelegen hat. Dann kann man den Song wieder anpacken. Wir arrangieren manche Titel auch komplett neu oder ändern die Texte. Dann macht es auch wieder Spaß, sie zu singen. Uns geht es da nicht anders als Bands, bei denen das Publikum enttäuscht ist, wenn die großen Hits nicht live gespielt werden. Wir erlauben es uns aber, auf den einen oder anderen Hit mal drei, vier Jahre zu verzichten. 

In den Anfangszeiten von „Ganz schön feist“ gab es noch kein YouTube. Welchen Anteil hat YouTube am heutigen Erfolg von „die feisten“? Immerhin wurde „Kriech nicht da rein“ über eine Million Mal angeschaut. 
Schacht: Bei aller Skepsis, mit der man Facebook und andere sozialen Medien betrachtet, muss ich sagen: Der Anteil von YouTube und Co. ist für uns schon wichtig. Dadurch erreichen wir auch ein junges Publikum, das sonst nie den Weg in ein Kleinkunsttheater finden würde. Das vielleicht ins Kino, in ein Konzert ins Stadion geht, aber gar nicht weiß, wie schön es ist, in einem kleinen Theater zusammen mit vielleicht 250 Menschen ganz nah an den Künstlern zu sein. 

Und die Auszeichnung mit dem Deutschen Kleinkunstpreis – was bedeutet sie für euch? 
Schacht: Die bedeutet uns sehr viel. Den Kleinkunstpreis zu erhalten und damit in einer Reihe mit vielen großartigen Kollegen zu stehen, ist eine große Ehre. Und dieser Preis ist vielleicht auch der Anstoß, dass uns nun der eine oder andere Fernsehsender wahrnimmt und auch einlädt. Die Kunst bei Auszeichnungen ist, sie langfristig für die Karriereplanung und fürs Booking zu nutzen. 

Ist das ein Unterschied, ob Sie wie am 2. August in Unna Open Air und umsonst oder wie am 5. August in Walstedde an einem typischen Kleinkunstort spielen? 
Schacht: Ja, das ist ein Unterschied. Ich gehe davon aus, dass in Unna viele Leute kommen werden; und die sorgen für eine ganz andere Sie haben ja gerade eine neue CD aufgenommen. Spielen davon auch Stücke in Unna oder Walstedde? Schacht: Die CD ist eine Live-CD mit Klassikern und Stücken aus dem aktuellen Programm. Aber wir vielleicht spielen wir in Unna schon den Titel „Dönerrevolution“ aus unserem neuen Programm „Junggesellenabschied“, das im November Premiere feiert. In Walstedde spielen wir unser erstes Programm „Nussschüsselblues“, in der Hoffnung dass wir mit den anderen Programmen noch mal eingeladen werden.

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