Aus für den Gelben Sack - Müll kommt bald in die Tonne

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Gelbe Tonne statt gelber Sack: Zum neuen Jahr wird das neue System eingeführt.

Drensteinfurt – Zum 1. Januar 2021 wird in Drensteinfurt die Gelbe Tonne eingeführt. Mit einem Volumen von 240 Litern und einer vierwöchentlichen Abfuhr soll sie die gelben Säcke ablösen.

Der Beschluss erfolgte auf der Sitzung des Bauausschusses einstimmig. In anderen Orten wie Südkirchen oder Everswinkel erfüllt die Gelbe Tonne schon seit Jahren ihren Zweck. Bei der Sitzung des Bauausschusses stellte Andreas Meschede von der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) das Duale System vor.

Zunächst stellte er fest, dass sich an dem seit 27 Jahren viel diskutierten Verpackungsgesetz auch mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 1. Januar nicht viel geändert habe.

Ziel ist Vermeidung von Verpackungen

„Es wird nach wie vor nur das Sammeln und Sortieren von Verpackungen geregelt“, stellte er fest. Neu sei lediglich die Schaffung einer zentralen Stelle, die Erhöhung der Verwertungsquoten und die erweiterten Pfand- und Rücknahmepflichten.

Ziel solle es aber sein, so Meschede, von vorneherein Verpackungen zu vermeiden.

Das Duale System, nicht die Kommune, beauftrage Unternehmen, die Gelben Säcke zu sammeln, zu sortieren und zu verarbeiten. Insgesamt werden im Kreis 8000 Tonnen Verpackungen jährlich gesammelt.

Was ist mit Geruchsbelästigung?

Die Städte können nun selber entscheiden, wie gesammelt wird, ob gelber Sack oder Tonne. Die Umstellung auf die Gelbe Tonne bringt einige Vorteile. Statt des „Wegwerfartikels“ Gelber Sack wird die Tonne mit mehrjähriger Nutzungsdauer angeschafft. Auch der vierwöchige Abholtermin statt der im Moment noch 14-tätige Rhythmus wirke sich klimapositiv auf die Umwelt aus, so Bürgermeister Carsten Grawunder.

Sorgen bereitete Stefan Gengenbacher (Die Grünen) eine mögliche Geruchsbelästigung bei vierwöchigem Abholterminen. Diese sei, so Meschede nicht zu erwarten.

Wird es ein Platzproblem geben?

Ingo Stude (SPD) befürchtete, Ratten könnten zum Problem werden. „Nagerproblem gibt es eher bei den Gelben Säcken, als bei der gut verschließbaren Gelben Tonne“, machte Meschede deutlich.

Es könnte sich mit den schon vorhandenen Tonnen ein Platzproblem ergeben, vermutete Christiane Havers (SPD). Tatsächlich, so konterte Meschede, würden auch viele Gelbe Säcke Platz wegnehmen. Versuche hätten zudem gezeigt, dass in einer 240-Liter-Tonne der Inhalt von acht gelben Säcken problemlos Platz findet.

Am Ende fiel die Entscheidung für die Einführung der Gelben Tonne einstimmig aus.

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