Ressourcen werden geschont

Gelbe Tonnen statt gelbe Säcke: Umstellung beginnt Anfang März

Zwei Tonnen auf einmal schafft der Greifarm des Entsorgungsfahrzeugs. Davon überzeugten sich Bürgermeister Carsten Grawunder, der Umweltbeauftragte Hans-Ulrich Herding sowie Timo Rump und Dr. Hubertus Reloe von der Firma Stenau.
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Zwei Tonnen auf einmal schafft der Greifarm des Entsorgungsfahrzeugs. Davon überzeugten sich Bürgermeister Carsten Grawunder, der Umweltbeauftragte Hans-Ulrich Herding sowie Timo Rump und Dr. Hubertus Reloe von der Firma Stenau.

Anfang März werden in allen drei Ortsteilen die neuen gelben Tonnen verteilt. Im April wird die Umstellungsphase abgeschlossen sein, ab diesem Zeitpunkt werden keine gelben Säcke mehr abgeholt. Damit geht die 30-jährige Ära der gelben Säcke zu Ende.

Drensteinfurt – 600.000 gelbe Säcke werden jährlich in Drensteinfurt verbraucht. Nach sieben Jahren habe eine vierköpfige Familie durch die gelben Säcke so viel Plastik verbraucht wie für die Herstellung einer gelben Tonne erforderlich ist, berichtete Bürgermeister Carsten Grawunder. „Ich bin sehr froh über die Einführung“, gab er zu – auch wenn das nächste Ziel die Wertstofftonne sei, um Klima und Umwelt zu schonen.

Dr. Hubertus Reloe, Geschäftsführer der Firma Stenau, die als Subunternehmer für die Abholung der Tonnen verantwortlich ist, bezeichnete die gelbe Tonne als abfallwirtschaftlich sehr komfortabel. Da keine gelben Säcke verbraucht werden, spare man Ressourcen, und ganz nebenbei sorge die Tonne für ein sauberes Stadtgebiet. „Immer wieder haben der Wind oder defekte Säcke dafür gesorgt, dass Müll durch die Gegend flog“, stellte er klar.

Gelbe Tonnen bald im ganzen Kreis

Ab dem 1. März beginnt die Firma PreZero mit der Auslieferung der gelben Tonnen. „Das sollte nach einer Woche abgeschlossen sein“, versprach Stenau-Disponent Timo Rump. Er berichtete auch, dass die gelben Tonnen in Everswinkel, Ennigerloh, Oelde und Beckum bereits im Gebrauch sind und in der Nachbarstadt Ahlen ab dem 8. März verteilt werden. Geplant sei eine Nutzung im gesamten Kreis, so der Bürgermeister.

Die Größe der Tonne richtet sich nach der Größe der Restmülltonne. Haushalte mit einem 80- bis 240-Liter- Restmüllgefäß erhalten eine 240-Liter-gelbe-Tonne. Bei Mehrfamilienhäusern, die einen 1100-Liter-Restmüllbehälter nutzen, wird eine ebenso große gelbe Tonne aufgestellt. Wer später feststellt, dass die Tonne nicht ausreicht, kann nach der Aufstellphase unter der Hotline 0800/8866- 666 nach Darlegung der Gründe eine größere Tonne oder ein weiteres Gefäß beantragen.

Keine Batterien in die gelben Tonnen schmeißen

Die Leerung der gelben Tonnen erfolgt alle vier Wochen, die genauen Termine sind dem Abfuhrplan zu entnehmen. Spätestens bis um 6 Uhr morgens sollten sie an den Fahrbahnrand bereitgestellt werden. Da die Wagen mit der Seitenlader-Technik arbeiten, könnten zwei Gefäße, die nebeneinanderstehen, gleichzeitig geleert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass parkende Autos, Bäume oder Sträucher den Zugriff durch den Greifarm nicht behindern.

Die Aufstellung der Gefäße verhält sich analog zu den Restmüll-, Bio- und Papiertonnen, also mit der Deckelöffnung zur Straßenseite. Auf dem Deckel findet sich aber eine genaue Markierung und dazu ein rot markierter Hinweis, keine Lithium-Ionen-Batterien in die gelbe Tonne zu geben. „Selbst die kleinste Batterie birgt ein hohes Gefahrenpotenzial“, warnt Reloe. Es könnte leicht zu Bränden kommen.

Müll nicht nur der Natur zuliebe richtig trennen

Auch wenn von außen, anders als bei den durchsichtigen gelben Säcken, der Inhalt nicht sofort zu erkennen ist, appelliert der Stenau-Geschäftsführer an die Bürger, nur Verpackungsmaterialien zu geben, die über die Ladentheke gegangen sind.

„Wir führen auch Kontrollen durch, ob richtig sortiert wurde“, sagt er. Die Firma Stenau führe eine sorgfältige Sortierung durch, um die Stoffe der Wiederverwertung zuzuführen. „Das funktioniert aber nur gut, wenn die Bürger sorgfältig trennen“, so Reloe. Bei der ersten Abholung der gelben Tonne werden zusätzlich gelbe Säcke mitgenommen, danach müssten noch vorhandene Säcke umgepackt werden.

Was gehört (nicht) in die gelbe Tonne?

Ausschließlich Verkaufsverpackungen (Leichtverpackungen), dazu gehören: Kunststoffverpackungen (Folien, Becher, Kunststoffflaschen), Verpackungen aus Verbundstoffen (Milch- und Saftkartons), Verpackungen aus geschäumten Kunststoffen (Obst- und Gemüseschalen), Verpackungen aus Metall (Konservendosen, Aluschalen, Verschlüsse).

Nicht in die gelbe Tonne darf: Dämmplatten und Baumaterialien, Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff, Spielzeug, Abdeckplanen, Elektrogeräte und Akkus (hohe Brandgefahr), Glas, Papier.

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