Drei Kilometer Sperrbezirk

Geflügelpestausbruch: Alle 20 Tiere eines Hausflügelbestands getötet

Rot auf Weiß. Warnschilder wie hier in Rinkerode weisen auf den Geflügelpest-Sperrbezirk im Umkreis von drei Kilometer rund um den betroffenen Hausflügelbestand hin.
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Rot auf Weiß. Warnschilder wie hier in Rinkerode weisen auf den Geflügelpest-Sperrbezirk im Umkreis von drei Kilometer rund um den betroffenen Hausflügelbestand hin.

Nach einem Ausbruch der Geflügelpest im März, verbunden mit dem Nachweis der Virus-Infektion in einem Legehennenbetrieb in Beelen, sowie bei vier Wildvögeln in Sendenhorst gilt für Geflügel im gesamten Kreis Warendorf die Stallpflicht.

Drensteinfurt – Trotz der Vorsichtsmaßnahme ist jetzt in Rinkerode ein Hausflügelbestand von der hochpathogenen Geflügelpest betroffen. Alle 20 Tiere des Bestandes wurden inzwischen getötet. Als Ursache für die Ansteckung wird eine Übertragung durch Wildvögel vermutet, erklärt Kerstin Butz, Pressesprecherin des Kreis Warendorf.

Nachdem das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Freitag den Ausbruch der ansteckenden Krankheit bestätigt hatte, erteilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) die Anweisung, die Stallpflicht im gesamten Kreis Warendorf bis auf Weiteres aufrechtzuerhalten. Rund um den Ort des betroffenen Hausgeflügelbestands wurde ein Sperrgebiet mit einem Radius von drei Kilometern sowie ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet.

Geflügelpest-Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern

„Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Schilder ordnungsgemäß angebracht werden“, berichtet Martin Brinkötter, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt. In einem Radius von drei Kilometern rund um den betroffenen Betrieb weisen die vom Bauhof angebrachten Schilder auf den Geflügelpest-Sperrbezirk hin. Das Gebiet erstreckt sich vom Flaggenbach an der Kreisgrenze Coesfeld über Ahrenhorst, Sendenhorster Straße, Schützenstraße, Riether Straße, Rieth weiter zur Kreisgrenze nach Norden bis zum Flaggenbach.

Der Radius des Beobachtungsgebietes erstreckt sich über zehn Kilometer und reicht bis zur Kreisgrenze Münster, Ahlen und Hamm. Ziel ist es, eine Verschleppung des Erregers der Geflügelpest möglichst zu verhindern oder wenigstens frühzeitig zu erkennen.

Besondere Hygienemaßnahmen für Geflügel

Für Geflügelhalter im Sperrbezirk treten automatisch besondere Regeln in Kraft. Dazu gehören unter anderem die Meldung der Anzahl der gehaltenen Tiere sowie die Art der Haltung und der Standort. Auch müssen Betriebe in diesen Gebieten besondere Hygienemaßnahmen umsetzen: So dürfen die Ställe nur mit Schutz- oder Einwegkleidung betreten werden. Ferner wird Desinfektion groß geschrieben – bei Schutzkleidung, Schuhen, Fahrzeugen und Maschinen.

Eier und frisches Fleisch von Geflügel aus dem Sperr- oder Beobachtungsgebiet darf nur dann verkauft werden, wenn ein Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung beim Kreis gestellt und vom Veterinärsamt genehmigt worden ist, bestätigt der Pressesprecher des Kreises Felix Höltmann.

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