Gebührenüberdeckung aus 2018 macht sich bemerkbar

Gebühren für Schmutz- und Regenwasser steigen nur um wenige Cent

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Ab durch den Abfluss und als Schmutzwasser in die Kläranlage.

Drensteinfurt – Die Gebühren für Schmutz- und Regenwasser bleiben auch im Jahr 2020 so gut wie konstant. Pro Kubikmeter steigt die Schmutzwassergebühr um einen Cent, die Regenwassergebühr um sechs Cent. Die Erhöhung ist notwendig, um die anfallenden Kosten zu decken. Dass diese so gering ausfällt, ist der Gebührenüberdeckung aus dem Jahr 2018 geschuldet.

Da ein Großteil der Kosten durch die Entsorgung des Klärschlamms entsteht und hier nach Aussage der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) eine Preissteigerung von 10 bis 20 Prozent zu erwarten sei, ist eine Gebührenkalkulation für die kommenden Jahre nicht vorhersehbar. Dies teilte Markus Freise vom Abwasseramt den Mitgliedern des Betriebsausschusses mit. 

Er gab auch den Jahresabschluss für das Wasserwerk bekannt und die genauen Zahlen für die geplanten Investitionen. Hier schlägt die Umrüstung der Kläranlage von einer aeroben Schlammstabilisierung auf eine anaerobe Schlammstabilisierung mit 2,72 Millionen Euro als größte Aufwendung zu Buche. 

Mit der Umstellungsmaßnahme habe man im Oktober begonnen, etwa Ende Juli seien die Roharbeiten soweit abgeschlossen, dass die technischen Arbeiten aufgenommen werden könnten. Es werde mit der Inbetriebnahme des neuen Verfahrens Ende Januar 2021 begonnen.

Klärschlammmenge um ein Drittel verringert

Mit der Umstellung auf anaerobe Schlammstabilisierung einhergeht eine Erweiterung der Anlage, die dann mehr Wasser aufnehmen kann. Dies bedeutet, dass mehr Anlieger angeschlossen werden können und gleichzeitig die Reinigungsleistung verbessert wird. Es kommt auch zu einer Reduzierung des Klärschlamms um ein Drittel der Menge, was mit Hinblick auf die teure Entsorgung des Klärschlamms nicht unerheblich ist. 

Zu guter Letzt könne mit Inbetriebnahme der Anlage aus dem Klärschlamm Energie gewonnen werden. „Die Menge reicht aus, um 40 Prozent der Energie, die die Kläranlage benötigt, selber zu produzieren“, versicherte Freise. 

Einstimmig bestätigten die Politiker den Jahresabschluss und die leichte Gebührenerhöhung und die geplanten Investitionen.

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