Verein fördert Anschaffung

Spezielle Elektromobilität: Rikscha und Rollstuhlrad zum Ausleihen

Stadt und Malteserstift haben mithilfe des Vereins „8Plus-Vital.NRW im Kreis Warendorf“ eine E-Rikscha und ein E-Rollstuhlrad angeschafft. Beide sind im Malteserstift untergestellt und können auch von Bürgern ausgeliehen werden.
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Stadt und Malteserstift haben mithilfe des Vereins „8Plus-Vital.NRW im Kreis Warendorf“ eine E-Rikscha und ein E-Rollstuhlrad angeschafft. Beide sind im Malteserstift untergestellt und können auch von Bürgern ausgeliehen werden.

Mit dem Fahrrad durch Stewwert zu fahren, ist für Bewohner des Malteserstiftes oft nicht mehr möglich. Die neu angeschaffte E-Rikscha soll das nun ändern. Sie bietet nicht nur Fahrspaß, sondern erweitert den Mobilitätsradius der Senioren.

Drensteinfurt – Neben der neuen Elektro-Rikscha im Malteserstift gibt es mit einem E-Rollstuhlrad auch bei der Stadt Drensteinfurt nun ein weiteres neues, umweltfreundliches Transportmittel. Beide Fahrzeuge können nach Anmeldung auch ausgeliehen werden.

Mit fast 8.000 Euro Anschaffungskosten ist die E-Rikscha, mit der zwei Personen transportiert werden können, nicht gerade preisgünstig. Dass das Malteserstift das barrierefreie E-Fahrzeug jetzt anschaffen konnte, ist dem Projekt „Barrierefreie E-Fahrzeuge in der 8Plus-Region im Kreis Warendorf“ zu verdanken. Von den insgesamt 16 verschiedenen E-Fahrzeugen (E-Rikschas, E-Tandems und E-Rollstuhlräder), die jetzt auf Antrag an soziale Einrichtungen und Kommunen im Kreis verteilt wurden, landeten gleich zwei Räder in Drensteinfurt.

Anleitung für barrierefreie E-Fahrzeuge

Am Dienstagmittag bekamen die Angestellten zunächst eine kleine Einführung. Unter der Anleitung von Techniker Reinhard Schäper lernten sie die E-Rikscha kennen und durften auch einige Probefahrten unternehmen, um sich mit dem ungewohnten Fahrgefühl vertraut zu machen.

„Am Anfang waren die Mitarbeiter skeptisch“, berichtet Heimleiterin Jeannette Möllmann. Davon war aber schon nach der ersten Runde nichts mehr zu spüren. Frohgelaunt und mit dem Lied „Ja, mir san mit‘m Radl da“ auf den Lippen, lenkten sie das ungewohnte Gefährt schon nach kurzer Zeit sicher und gekonnt über die Wege.

Durch E-Fahrzeuge mehr Kontakte

Die Heimleiterin freut sich über die Anschaffung: „Für die Bewohner bedeutet das mehr Kontakt in der Öffentlichkeit“, sagt sie. Der Großteil der Kosten wird von „8Plus-Vital.NRW“ übernommen. Den Eigenanteil steuerte die Kuratoriums-Stiftung St. Marien dazu.

Auch Kommunen durften sich um ein E-Fahrrad für Menschen mit Einschränkungen bewerben. Jedoch ist der Zuschlag an die Bedingung geknüpft, dieses sozialen Einrichtungen und/oder der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Stadt hat den Antrag für ein E-Rollstuhlrad gestellt, damit ist eine Fahrt durch Drensteinfurt mit dem Rad nun auch für Rollstuhlfahrer möglich.

E-Fahrzeuge zum Verleih

Interessierte Radler können sich bei Frederik Müller von der Stadtverwaltung unter Telefon 0 25 08 / 995-11 07 melden. Möglich ist auch eine Anmeldung per E-Mail an f.mueller @drensteinfurt.de. Zum abgesprochenen Termin kann das Fahrrad am Malteserstift abgeholt werden. Kosten fallen für den Nutzer nicht an, allerdings muss ein Leihvertrag unterschrieben werden.

Ausgeliehen werden kann auch die Fahrrad-Rikscha des Malteserstiftes, im Gegenzug darf das Seniorenheim das E-Rollstuhlrad der Stadt nutzen. Beide Fahrzeuge sind zentral in der Garage des Stiftes untergebracht.

Finanziert wurde der Eigenanteil des städtischen Rades aus der Haushaltskasse. „Neben den 65 Prozent aus dem Projekt stammen noch weitere 20 Prozent aus einem allgemeinen Fördertopf von „8Plus-Vital.NRW“, informiert Frederik Müller. Damit fallen für Stadt und Seniorenstift nur noch 15 Prozent des Anschaffungspreises an.

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