NRW fördert Wohnungsbau mit zinsfreien Darlehen

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Die NRW-Landesbank fördert Wohnungsbau mit zinsfreien Darlehen.

Drensteinfurt - Das Land NRW stellt über die Landesbank zinsfreie Darlehen zur Wohnraumförderung bereit. Bewilligungsbehörde ist der Kreis Warendorf, die erforderlichen Bedingungen, um in den Genuss zu kommen, erstellt die Bank. Welche das sind, erklärte jetzt Dr. Ansgar Seidel, Kämmerer des Kreises Warendorfs, im Rahmen der Sitzung für Familien, Jugend, Senioren und Soziales.

Derzeit werden im Kreisgebiet 7.500 Wohneinheiten gefördert; den Schwerpunkt bilden 5.000 Mietwohnungen, von denen sich 173 in Drensteinfurt befinden. Von diesen 173 Mietwohnungen werden 90 als Eigenimmobilie selber genutzt.

Anspruchsberechtigt sind 40 bis 50 Prozent aller Haushalte in NRW sowie 80 Prozent aller Rentner-Haushalte. Betroffene sollten das Angebot nutzen, rät Seidel: „Wir freuen uns über jede Anfrage“. Gefördert werden Eigenheime, Mietwohnungsbau, Energieeffizienz, Denkmalpflege, Einbruchschutz, Barrierefreiheit und Bestandsverlust, wobei die vier zuletzt genannten nicht einkommensabhängig sind. Des Weiteren Quartiersmaßnahmen zur Aufwertung des Wohnumfeldes etwa durch ein Mehrgenerationenhaus oder Wohnheime für Menschen mit Behinderung.

„Leider sinken die Antragszahlen in den letzten Jahren stetig“, bedauert der Kämmerer. Dies sei dem Zinstief am Kapitalmarkt geschuldet, so der Experte, sowie dem sperrigen Bewilligungsverfahren. Eine Fülle von Nachweisen ist erforderlich, um den Darlehensanspruch zu prüfen.

Allein 2016 gab es im Vergleich zu 2015 (2,6 Millionen Euro) mit 18 Millionen Euro eine sehr große Nachfrage. Diese beruhe aber auf der großen Nachfrage von Wohnraum für Flüchtlinge, der besonders gefördert werde und ja auch von der Stadt Drensteinfurt beim Bau von zwei Häusern in Anspruch genommen wurde. „Wir freuen uns, wenn das Geld aus Düsseldorf bei uns im Kreis bleibt“, betonte Seidel.

Drensteinfurt habe ein hohes Bedarfsniveau und das höchste Mietniveau im Kreis und somit ein hohes Maß an Förderung, die von beiden Faktoren abhängig sei.

Um den Topf auszuschöpfen, wurden in der Vergangenheit Tilgungsnachlässe gewährt, von denen auch die Stadt profitiert habe (Bei beiden Projekten ergab sich zusammen eine Tilgungssumme von 207.900 Euro). Drensteinfurt hat eine gesunde Struktur an Einfamilien- und Zweifamilienhäusern.

Nur zwei Prozent der geförderten Projekte im Kreis Warendorf befinden sich in Drensteinfurt. Die Hälfte davon wurde vorzeitig zurückgezahlt, so dass diese in den nächsten zehn Jahren aus der öffentlichen Zweckbindung rausfallen. Es gibt auch in diesem Jahr kaum Förderanträge in Drensteinfurt.

Hier sei erwähnenswert, dass die Altersstruktur in Drensteinfurt mit einem Anteil von 16,5 Prozent über 65-Jähriger deutlich niedriger ist als im Kreisdurchschnitt mit 20,3 Prozent. Das bedeute weniger Rentner im Ort. Schon jetzt stehe fest, dass das Fördervolumen von 2016 in diesem Jahr nicht erreicht werde.

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