Feuerwehr Drensteinfurt

Feuerwehrgerätehaus Walstedde soll erweitert werden

Das Feuerwehrgerätehaus in Walstedde
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Soll erweitert werden: das Feuerwehrgerätehaus in Walstedde. Dabei hofft die Stadtverwaltung, von einem Förderprogramm der Bezirksregierung profitieren zu können.

Walstedde – Das Feuerwehrgerätehaus im Lambertusdorf muss schon lange erweitert werden. Dank des Förderprogramms „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ der Bezirksregierung Münster soll das Vorhaben jetzt realisiert werden.

Die aktuellen Planungen sehen Kosten in Höhe von 474 000 Euro vor, die sich durch die Fördersumme auf die Hälfte reduzieren lassen. Der Baubeginn ist im letzten Quartal 2021 vorgesehen, die Inbetriebnahme in der ersten Jahreshälfte 2022.

„Der Beschluss der Verwaltung zur Planung der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Walstedde kam für uns überraschend“, sagte Sitzungsleiter Markus Wiewel (CDU) am Montag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt. „Das Projekt in Walstedde betrachten wir schon ein paar Jahre“, erklärte Bauamtsleiter Christoph Britten. Das Feuerwehrgerätehaus in Walstedde verfüge nur über eine einzige Herrenumkleide und müsse um eine Damenumkleide plus Sanitärräume erweitert werden. Die vorhandenen Sanitäranlagen (für Herren) seien klein und bedürften einer Überarbeitung, ebenso wie der Bereitschafts- und Schulungsraum. Auch fehle ein Stellplatz für das Notstromaggregat.

Das Förderprogramm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ der Bezirksregierung wurde aufgrund der Corona-Pandemie ins Leben gerufen und unterstützt die Stadt bei der Maßnahme mit einer 50-prozentigen Förderung in Höhe von 237 000 Euro. Gemeinsam mit dem Fachbereich drei und dem Löschzug Wal-stedde habe man gemeinsam überlegt, wie man die Erweiterung daher jetzt umsetzen könne, um in den Genuss der Förderung zu kommen.

Begrenzter Platz auf dem Grundstück

Das Problem sei der begrenzte Platz auf dem Grundstück. „Eine massive Ausweitung ist nicht möglich.“ Berücksichtigt werden müsse, dass weder die Fläche der Parkplätze reduziert noch die Fläche des anliegenden Pumpwerks beansprucht werden dürfte. Diese steht als Ausbaureserve des Pumpwerks bereit, zudem verlaufen dort Kanalleitungen, erklärte Britten.

Würde man eine größere Erweiterung in Betracht ziehen, könne diese aufgrund fehlender Fläche nur in der Höhe erfolgen. Das bedeute, massive Eingriffe in die bestehende Raumstruktur, der Satteldachkonstruktion und der Statik. Kalkulatorisch müssten dafür eine Millionen Euro aufgebracht werden. Zuviel für die Förderung. Gemeinsam mit einem Architekturbüro, Verwaltung und Feuerwehr wurde ein Konzept entwickelt, das den Kostenrahmen nicht sprengt, sich auf das Erdgeschoss beschränkt und trotzdem den Anforderungen des Brandschutzbedarfsplans gerecht wird. „Wir wollten ein sicheres, modernes Arbeitsumfeld für den Löschzug Walstedde“, machte der Bauamtsleiter deutlich.

Neue Umkleiden und Sanitärräume

. Konkret sollen die Umkleiden erweitert und die Duschen und Sanitärräume in diesen integriert werden. Dadurch ist eine Schwarz-Weiß-Trennung, das bedeutet die Abtrennung von Einsatz (Kontamination der Schutzkleidung) und Sozialbereich, möglich. Damit entspräche man auch den Forderungen des Arbeitsschutzes.

- An der Nordseite des Gebäudes soll ein Alarmgang als direkter Zugang der Einsatzkräfte vom Parkplatz zum Gebäude entstehen. - Die bisherigen Sanitärräume werden zum Büro sowie Lager für Atemschutzausrüstung und First Responder umgebaut. - Außerdem sollen die bestehenden Räumlichkeiten sowie der Fußboden in der Fahrzeughalle komplett saniert werden.

Um eine Aufstockung zu umgehen, wird auf eine Vergrößerung des heutigen Schulungsraums, einen separaten Raum für die Werkstatt und den Bereitschaftsraum verzichtet. Diese werden in die Fahrzeughalle integriert. Auch wird das Notstromaggregat zunächst keinen Platz in der Fahrzeughalle finden, sondern muss auf dem Grundstück des Pumpwerks oder beim Löschzug Drensteinfurt eingestellt werden. „Der Gedanke, den hinteren Bereich aufzustocken, ist aufgrund der hohen Kosten noch weit weg“, machte Britten deutlich. Perspektivisch sollte er aber im Blick bleiben.

Damit die Stadt auch tatsächlich in den Genuss des Fördergeldes kommt, muss der positive Ratsbeschluss bis zum 15. Januar 2021 eingereicht werden. Die Mitglieder des Bauausschusses gaben am Montagabend einstimmig grünes Licht für die Baumaßnahme.

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