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Pläne für Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Drensteinfurt werden vorangetrieben

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Von: Linda Ehrhardt

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Platzt aus allen Nähten: das Feuerwehrgerätehaus Drensteinfurt. Das Material muss zwischen den Fahrzeugen gelagert werden.
Platzt aus allen Nähten: das Feuerwehrgerätehaus Drensteinfurt. Das Material muss zwischen den Fahrzeugen gelagert werden. © Wiesrecker, Mechthild

Die Mehrheit der Mitglieder im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt hat dafür votiert, die Planungen für eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Drensteinfurt weiter voranzutreiben, den entsprechenden Bauantrag zu stellen und die Ausschreibungen vorzubereiten.

Drensteinfurt - Einig waren die Mitglieder sich mit der Verwaltung auch darin, dass die Erweiterung nur dann vor das Ende der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes im Jahr 2025 vorgezogen werden soll, wenn die Stadt Fördermittel aus Düsseldorf bekommt. Bekanntlich sind für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Walstedde Mittel aus dem Programm „Feuerwehrgerätehäuser in Dörfern 2021“ geflossen. Da das Land das Förderprogramm für 2023 erneut aufgelegt hat, hat die Verwaltung einen erneuten Antrag auf Förderung gestellt.

Wie berichtet reichen die Kapazitäten des Gerätehauses in Drensteinfurt nicht mehr aus. Die Anzahl der Stellplätze entspreche nicht der Anzahl der vorhandenen Fahrzeuge und Anhänger, erklärte Fachbereichsleiter Christoph Britten. Auch die Lagerkapazitäten seien nicht ausreichend, Material müsse zwischen den Fahrzeugen in der Halle gelagert werden.

Da beim Bau des Gerätehauses zunächst nur von einer potenziellen Erweiterung um eine Halle ausgegangen worden war, müsse für den Anbau von zwei Hallen die bestehende Umfahrung der Fahrzeughalle weiter nach Süden rücken, erklärte Britten.

Die dadurch wegfallenden Stellplätze könnten im Bereich der bestehenden Parkplätze und des Übungsplatzes ergänzt werden.

Britten geht davon aus, dass die Erweiterung um zwei Hallen rund 650 000 Euro kosten wird. Bis zu 250 000 Euro davon könnten Landes-Mittel sein. Sollten diese Mittel fließen, sei ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn angedacht, um die finanzielle Unterstützung zu nutzen, so der Fachbereichsleiter.

Er machte indes auch klar, dass es sich um eine vorsorgliche Maßnahme handle. „Der Plan wandert wieder zurück in die Schublade, wenn der Brandschutzbedarfsplan die Notwendigkeit nicht sieht.“

Stefan Gegenbacher stellte die Frage in den Raum, ob zwei Hallen als Anbau ausreichend seien, oder ob dann schnell erneut die Notwendigkeit einer Erweiterung aufkomme. „Wichtig ist, dass so geplant wird, dass eine künftige Erweiterung leichter möglich ist“, sagte er.

Schon beim Bau sei absehbar gewesen, dass das Gebäude nicht dauerhaft ausreichend sei, so Bürgermeister Carsten Grawunder. „Man muss aber auch immer im Kostenrahmen bleiben.“ Tatsache sei aber, dass eine wachsende Gemeinde auch eine wachsende Feuerwehr brauche.

Reinhard Weißen (Grüne) sah dagegen aktuell keine zwingende Notwendigkeit für eine Erweiterung des Gerätehauses. Er plädierte stattdessen dafür, die Zeit bis zum Brandschutzbedarfsplan in 2025 zu überbrücken.

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