Ersatz für 31 Jahre alte Fahrzeuge: Zwei „HLF10“ offiziell an Feuerwehr übergeben und gesegnet

Ein roter Schlüssel als Symbol: Bürgermeister Carsten Grawunder übergab die zwei neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge offiziell an Feuerwehrchef Mike Engels.
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Ein roter Schlüssel als Symbol: Bürgermeister Carsten Grawunder übergab die zwei neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge offiziell an Feuerwehrchef Mike Engels.

Ihren ersten Einsatz hatten die beiden neuen Löschfahrzeuge vom Typ HLF10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge) bereits beim Hochwasser in Walstedde. Am Samstagnachmittag wurden sie im kleinen Rahmen am Feuerwehrgerätehaus feierlich eingeweiht und gesegnet.

Drensteinfurt – „Es ist mir eine Freude, heute die neuen Fahrzeuge für Walstedde und Rinkerode zu übergeben“, sagte Bürgermeister Carsten Grawunder. Es sei ihm ein Anliegen, dass die Feuerwehr gut ausgerüstet und leistungsstark sei. Zu Beginn seiner Amtszeit sei er überrascht gewesen, dass es noch Feuerwehr-Fahrzeuge ohne Sicherheitsgurte gebe.

„Ich arbeite daran, das zu ändern und bin froh, dass Ausrüstung und Sicherheit der Feuerwehr in der Politik nicht diskutiert werden müssen“, stellt er fest und ergänzte: „Das war nicht immer so und ist auch nicht in jeder Kommune so.“

Segnung der neuen Fahrzeuge

Es sei eine gute Tradition, die Fahrzeuge auch von den beiden Vertretern der Kirche segnen zu lassen. „Der Segen vom lieben Gott ist wichtig, damit alle immer gesund heim kommen“, führte er aus. Gerne hätte er noch weitere Gäste eingeladen, aber Corona lasse das nicht zu. „So eine Lage haben wir nur alle 100 Jahre, dafür gibt es keine Blaupause“, so der Bürgermeister.

Mike Engels, Leiter der Feuerwehr, bedankte sich beim Rat und Bürgermeister für die neuen Fahrzeuge mit besserem Sicherheitsstandard, die die 31 Jahre alten Einsatzfahrzeuge nun ersetzen.

Pfarrer Jörg Schlummer verteilte Weihwasser. Pfarrerin Angelika Ludwig sagte den Segnungsspruch.

Mehr Ausrüstung für Unfallhilfe

Gemeinsam schritten Pfarrerin Angelika Ludwig und Pfarrer Jörg Schlummer zur Tat und segneten die beiden Löschfahrzeuge. „Die Feuerwehrkameraden schützen Leben, das ist tätiger Gottesdienst im Alltag“, lobte Ludwig. „Seid stark und mutig und habt keine Angst, denn ich, der Gott, dein Herr, bin bei dir“, gab sie den Feuerwehrleuten den Segensspruch mit auf den Weg, während der Pfarrer die Segnung der Fahrzeuge vornahm.

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge sind die vielfältigsten Fahrzeuge im deutschen Feuerwehrwesen. Sie haben sich aus den Löschgruppenfahrzeugen entwickelt, als die Feuerwehren erkannten, dass sich ihr Einsatzspektrum von der Brandbekämpfung zunehmend zur technischen Hilfeleistung verschiebt und deshalb ihre Löschgruppenfahrzeuge mit zusätzlicher Beladung zur Unfallhilfe ausrüsteten. Eingesetzt werden können sie bei allen denkbaren Einsatzsituationen wie Verkehrsunfällen, Gefahrguteinsätzen und natürlich herkömmlichen Brandeinsätzen.

150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde

150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde
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Technische Daten

Im HLF10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) mit 299 PS finden bis zu acht Feuerwehrkameraden Platz. Die zulässige Gesamtmasse beträgt 16 Tonnen. Der Löschwasserbehälter fasst 2000 Liter, der Schaummittelbehälter 120 Liter.

Zum Standard gehören eine LED-Umfeldbeleuchtung, ein pneumatischer Lichtmast mit sechs LED-Scheinwerfern und zwei weiteren LED-Scheinwerfern auf dem Dach des Fahrerhauses. Das Hygieneboard „Push“ und die Druckzumischanlage „Foam System“ sowie die Rückfahrkamera und der LED-Frontblitzer sind weitere Besonderheiten.

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