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Amt teilt Arbeitsplätze zu: Ferienaktion „Minilon“ mit 306 Mädchen und Jungen

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Richtig viel los ist in und an der Grundschule Drensteinfurt: 306 Kinder aus allen Ortsteilen sind dabei. Foto: Wiesrecker
Richtig viel los ist in und an der Grundschule Drensteinfurt: 306 Kinder aus allen Ortsteilen sind dabei. © Wiesrecker

Anstatt in den Ferien zu chillen, gehen in dieser Woche 306 Kinder aus allen drei Ortsteilen jeden Morgen in „Minilon“, der Stadt der Kinder, zur Arbeit. 

Drensteinfurt – Unter 20 Berufen aus dem täglichen Leben durften die Teilnehmer den für sie passenden wählen. Sogar eine eigene Währung gibt es in der Kardinal-von-Galen-Grundschule. Mit dem stündlich wohlverdienten Geld können Essen, Getränke oder Süßigkeiten gekauft werden, es ermöglicht auch den Besuch des Kinos, Schönheitssalons, Casinos, Eissalons oder Freizeitparks.

Gespannt umringen die Kinder am Montagmorgen auf dem Schulhof die beiden Bürgermeister und Organisatoren von Minilon, Anja Buthe und Rüdiger Pieck. Die Kinder haben das Sagen und doch gibt es eine klare Ansage: „Wer stiehlt oder Lonis fälscht, darf nie mehr bei Minilon dabei sein“, stellen die Bürgermeister kategorisch klar.

Damit die jungen Arbeiter auch ihren Arbeitsplatz finden, halten einige der 78 Teamer Schilder hoch. Da gibt es die Nähstube, das Arbeitsamt, die Sportgruppe, die Müllabfuhr, das Krankenhaus und viele weitere Arbeitsstätten. Zu Beginn sind die Kinder noch unsicher, von Chaos ist aber nichts zu merken. Ruhig und gut organisiert leiten die Teamer die Nachwuchsarbeiter an, damit sie wenig später beim großen Run wissen, was getan werden muss.

In der Küche wird schon eifrig gebacken, leckere kleine Pizzen verbreiten einen appetitanregenden Geruch. Davon angelockt, stehen im Restaurant schon bald die ersten Kunden. In der Nähstube wird bereits eifrig genäht und im Fernsehstudio erarbeiten die zukünftigen Schauspieler und Kameramänner einen Film, der später bei Youtube zu sehen sein wird. Die Müllabfuhr ist in der ganzen Schule unterwegs, um die Mülltonnen zu verteilen und später sortiert zu entsorgen.

Wer stiehlt oder Lonis fälscht, darf nie mehr bei Minilon dabei sein.

Anja Buthe und Rüdiger Pieck

Draußen im Garten wird schweißtreibend Unkraut gezupft und Hecken werden geschnitten. Auch die Profifußballer im Trainingscamp sind schwer beschäftigt. Und dann gibt es noch den Kindergarten und die Anfängergruppe, die mal in die Berufe reinschnuppern darf. Nicht vergessen werden dürfen die Fremdenführer, die gerne interessierte Eltern durch alle Berufe führen. Im Krankenhaus wird bald Hochkonjunktur herrschen. Jeder Arbeiter und jeder Teamer hat eine Krankenakte und muss einmal medizinisch untersucht werden. Das Ergebnis von Hör-, Seh- und Gleichgewichtstest, die Personalien, Größe und Gewicht (freiwillig) werden in die Akte eingetragen.

Nur im Freizeitpark mit der großen neuen Rutsche ist am Morgen noch nicht viel los, denn dort werden erst noch weitere tolle Attraktionen aufgebaut.

Bewährtes Konzept

„Minilon“ findet ohne große Veränderungen statt. „Es ist ein lang ausgeklügeltes und bewährtes Konzept, es gibt nichts, was ich ändern möchte“, sagt Rüdiger Pieck. Manchmal würde man einen neuen Beruf ausprobieren und sehen, wie er ankommt. Die einzige Neuigkeit betrifft das Alter der Teilnehmer, denn nun dürfen auch noch Zwölfjährige mitmachen. Dafür ist das Alter der Teamer von 13 auf 14 Jahren hochgesetzt worden.

Zum Schluss gibt Pieck zu: „Ich bin jetzt einfach froh, dass die Veranstaltung wie gewohnt stattfinden darf.“ Dankbar sei er auch für die Unterstützung durch Anja Buthe. Diese sei bereits erfahren und werde nächstes Jahr das Amt des Minilon-Bürgermeisters übernehmen.

--- In der vergangenen Woche hatten die Kinder bei „Halli-Galli“ viel Spaß ---

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