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Deckenhoch oder meterlang: Ferienaktion „Halli-Galli“ lässt Kindern viele Freiheiten

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Sport-, Spiel- und Bastelaktionen: Den Teilnehmern wird in der Grundschule einiges geboten.
Sport-, Spiel- und Bastelaktionen: Den Teilnehmern wird in der Grundschule Drensteinfurt einiges geboten. © Mechthild Wiesrecker

Obwohl Ferien sind, besuchen rund 250 Kinder die Kardinal-von-Galen-Grundschule. Lernen steht aber nicht auf dem Programm, sondern „Halli-Galli“, die Ferienprogrammaktion des Jugendwerks Driwa, die noch bis Freitag für Kinder ab sechs Jahren jeden Tag wechselnde Sport-, Spiel- und Bastelaktionen bereithält.

Drensteinfurt – Auf dem Schulhof versuchen die Kinder beim „Living Pöppel“, den schnellsten Rechner zu finden. Das Spielbrett ist auf dem Boden aufgezeichnet, die Kinder sind die Spielfiguren. Memory, Mühle, Vier gewinnt – der Schnellste ist Sieger. Nebenan üben Kids die schon fast vergessene Kunst des Seilchenspringens. Es gehört schon etwas Mut dazu, in das Seil zu springen. Nach einigen Versuchen gelingt es aber auch den Ängstlichen.

In der Schule gibt es mit dem Flugkünstler und dem Wollwichtel gleich zwei Bastelangebote. Der Flugkünstler ist ein kleines Flugzeug. Der Flugkörper ist aus Papier, das in Form geschnitten und bemalt wird. Eine Holzleiste und eine Wäscheklammer sorgen für Gewicht und Festigkeit. Und das Beste: Das Flugzeug gleitet perfekt durch die Luft. Einige Kinder sind schon fertig, andere stehen in der Schlange und warten darauf, dass die Teamer die Holzleisten mit Heißkleber befestigen. Nebenan wird Wolle in den verschiedensten Farben gewickelt und geschnitten, am Ende bekommt das Knäuel zwei Augen und sieht einem Wichtel schon sehr ähnlich.

In der Pausenhalle wird gebaut. Hunderte Bauklötze laden ein, deckenhohe Türme oder meterlange Mauern zu bauen. Hier vergeht die Zeit wie im Flug. Wer lieber toben will, ist in der Turnhalle richtig. Am Montag lud eine Gerätelandschaft dazu ein, sich sportlich zu betätigen. Am Dienstag stand Handball auf dem Programm. Jedes Jahr wird bei „Halli-Galli“ eine andere Sportart vorgestellt.

Wer Hunger hat, darf sich hinten auf dem Schulhof an den gesunden Sachen wie Obst und Möhren bedienen oder das mitgebrachte Essen verspeisen.

Am ersten Tag waren viele etwas orientierungslos.

Rüdiger Pieck, Stadtjugendpfleger

Damit alles reibungslos funktioniert, stehen Teamer, OGS-Mitarbeiter, Jungteamer und hauptamtliche Mitarbeiter bereit. „Insgesamt sind es 50 Helfer. Das sind viel mehr, als es zunächst aussah“, berichtet Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck, der gemeinsam mit Anja Buthe die Organisation in den Händen hält. Beide sind gut zufrieden, gab es doch zunächst Bedenken, wie „Halli-Galli“ mit ausschließlich Corona-bedingt unerfahrenen Kindern funktionieren wird. „Am ersten Tag waren viele etwas orientierungslos, aber nun läuft alles ganz geordnet“, versichert Pieck.

„Halli-Galli“ lässt den Kindern viele Freiheiten. Ob gebastelt wird oder das freie Spiel auf dem Fußball- oder Spielplatz vorgezogen wird, dürfen die Kinder selbst entscheiden. Jeder kann jeden Tag kommen oder nur an einem Tag. Das gilt aber nicht für die 134 Kinder aus der OGS, die verbindlich immer da sind.

Mottotag

Am Mittwoch war Mottotag und damit der Tag der Polizei und Detektive. Das Motto ausgesucht hatten die Teilnehmer der vergangenen „Halli-Galli“-Aktion. An diesem Tag stand alles im Zeichen der Kriminalistik. Geheimschriften wurden unter die Lupe genommen, Walkie-Talkies gebaut. In der Sporthalle gab es ein Polizeitraining und Fangspiele und neben gesundem Essen wurden Donuts angeboten, die an Handschellen erinnern sollten. Am Freitag ist zum Abschluss ein Balladentag.

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