Für mehr Sicherheit

Fast schon Normalität: Corona-Selbsttest gehört für Lambertusschüler mittlerweile zum Alltag

Fast schon Routine: Philine Tosun nimmt das Teststäbchen für den Corona-Schnelltest aus der Verpackung, die ihr die Lehrerin Nicole Kühne schon vorher aufgerissen hat. Doch das ist nur der erste Schritt.
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Fast schon Routine: Philine Tosun nimmt das Teststäbchen für den Corona-Schnelltest aus der Verpackung, die ihr die Lehrerin Nicole Kühne schon vorher aufgerissen hat. Doch das ist nur der erste Schritt.

Zweimal in der Woche beginnt der Unterricht der Schüler auch an der Lambertus-Grundschule mit einem Corona-Selbsttest. Nach wenigen Tagen ist das Prozedere fast schon Routine.

Walstedde – Nicole Kühne unterrichtet die Kinder des zweiten Jahrgangs. Jeden Montag und Mittwoch führt sie gemeinsam mit ihren Schülern den Corona-Test durch und das nicht in der Gruppe, sondern einzeln. Das sei immer noch zeitaufwendig aber im Resultat einfacher, sicherer und schneller.

Philine Tosun zeigt an diesem Morgen, wie selbstverständlich sie den Test durchführt. Bereitwillig nimmt sie das Stäbchen, das ihr die Lehrerin reicht, und führt es erst in das eine und dann in das andere Nasenloch. Vorsichtig dreht sie das Stäbchen einige Male hin und her. Nicole Kühne achtet darauf, dass das Stäbchen nicht zu tief in die Nase geschoben wird, denn für den Test reichen schon zwei Zentimeter.

Kinderleichter Corona-Selbsttest an Lambertusschule

„Das ist ein bisschen unangenehm, tut aber nicht weh“, berichtet die Zweitklässlerin von dem Gefühl. Dann beobachtet sie, wie ihre Lehrerin den Abstrich mit den zehn Tropfen der Pufferlösung im Röhrchen vermischt und anschließend fünf Tropfen auf die Testkassette tropft. Gespannt wartet sie auf das Ergebnis, das innerhalb von 15 Minuten vorliegt.

„Das Stäbchen fünfmal in beiden Nasenlöchern zu drehen, ist für die Kinder kein Problem“, erklärt Kühne. Komplizierter sei allerdings die Vorbereitung, das Vermischen und Auftropfen. Würde sie das in der Gruppe durchführen, sei nicht sicher, ob die Tropfenzahl stimmt. „Es könnte auch passieren, dass ein Stäbchen im falschen Röhrchen landet“, gibt sie schmunzelnd zu bedenken. Den Test führten die Kinder bereitwillig, ja sogar gerne durch. Alle Eltern seien damit einverstanden. „Er gibt ja mehr Sicherheit“, sagt sie erklärend.

Corona-Selbsttest für mehr Sicherheit in Schule

„Eigentlich ist dieser Test für Grundschulkinder nicht geeignet“, berichtet Schulleiterin Birgitta von Rosenstiel. Aber nur diesen Selbsttest hätte das Bildungsministerium in Düsseldorf in der großen Menge ordern können. Ohne den Selbsttest dürfen die Schüler nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Das Landesministerium habe aber versprochen, nach einer besseren Lösung zu suchen. Daher hofft sie, zukünftig einen kindgerechten Test zu bekommen.

Nach anfänglichen Lieferschwierigkeiten lägen die Tests jetzt wenigstens in ausreichender Stückzahl vor. Auch die Schulleiterin bestätigt: „Der Test ist für die Lehrer zeitaufwendig, vor allen Dingen in der Vorbereitung.“ Sie sei aber froh, dass Präsenzunterricht stattfinden kann.

„Für die Eltern gibt das Planungssicherheit und für die Kinder ist es ein Stückchen Normalität“, erklärt sie. Die Lambertusschule befinde sich in einer glücklichen Lage. Es stünden genügend Räume und Personal zur Verfügung, um die Schüler in kleinen Gruppen zu unterrichten. Dazu sei die technische Ausstattung hervorragend. „Das trifft aber leider nicht auf alle Schulen zu“, macht sie deutlich. Hier habe das Bildungsministerium in der Vergangenheit einiges versäumt.

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