Pommes aus Bananenschalen: Rezept für faires Kochen

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Viel Spaß hatten die Mitglieder des Eine-Welt-Kreises beim Kochen mit fair gehandelten Produkten.

Drensteinfurt –  „Ich möchte Ihnen die Nachhaltigkeit schmackhaft machen“ - Kristin Duwenbeck, Ökotrophologin und Köchin aus Leidenschaft, begrüßte am Dienstag Abend im Schulzentrum 13 Anwesende zum „fairen Koch-Abend“. Der Eine-Welt-Kreis der Kirchengemeinde St. Regina hatte Mitglieder und Interessierte eingeladen.

Bevor die Teilnehmer mit dem Kochen begannen, erläuterte Duwenbeck, die Promoterin von „Eine Welt Münster“ und des entwicklungspolitischen Vereins Vamos, die Ziele der Fair-Trade-Bewegung. Für den Eine-Welt-Kreis ist der faire Koch-Abend einer der Bausteine auf dem Weg zur fairen Stadt, denn im Dezember hatte der Rat beschlossen: Drensteinfurt bewirbt sich um das Siegel „Fair-Trade-Town“.

„Fair-Trade-Town wird man aber nicht von alleine“, erklärt Birgitta Riediger vom Eine-Welt-Kreis. Viele Aktionen, Vorträge, faire Angebote in lokalen Supermärkten und Berichte in den Medien über alle Aktivitäten seien erforderlich, um die Anerkennung zu bekommen. „Wir erwarten jetzt, dass die Stadt aktiv wird und eine Steuerungsgruppe bildet, die das weitere Vorgehen koordiniert“, so Riediger. Der faire Koch-Abend sei ein erster Baustein.

Fairer Handel setzt auf mehr Gerechtigkeit

Der „Faire Handel“ ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. „Ziel ist es, bessere Handelsbedingungen und soziale Sicherheit auch Arbeitern und Produzenten in den Ländern des Südens zu garantieren“, so Kristin Duwenbeck. Auf diese Weise leiste der faire Handel einen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung.

Als positiv bewertete die Münsteranerin den seit zehn Jahren stetig wachsenden Anteil fair gehandelter Waren. „1,5 Milliarden Euro Umsatz 2017 in Deutschland machen eine Steigerung von 13 Prozent aus“, informierte sie. Global werden heute fast sechs Milliarden Euro mit fair gehandelten Waren umgesetzt. „Der Verbraucher kann durch seinen Einkauf mit beeinflussen“, erklärte Duwenbeck.

Ihr Wunsch sei jetzt, dass die Politik da mitkomme. „Es wäre schön, wenn alle Menschen bewusst einkaufen und ihr Konsumverhalten überdenken“, drückt Duwenbeck ihre Hoffnung aus. Für den fairen Kochabend lautete ihre Devise: „So fair und regional wie möglich und möglichst Bio.“

Kristin Duwenbeck ist Ökotrophologin und Köchin aus Leidenschaft.

Nach ihrer kurzen Einführung herrschte emsige Geschäftigkeit in der Küche. Auf der Speisekarte standen als Vorspeise eine Blumenkohl-Orangensuppe mit Topping sowie ein libanesischer Fladenteig mit dem orientalischen Namen „Manakish bi Za´atar“ mit Dattel-Dip. Das Hauptgericht, gefüllte Zucchini, wurde mit Thais-Kokos-Gemüse und Quinoa gefüllt. Als Nachspeise hatte sich die Ökotrophologin für eine Schokoladentarte mit Cashew und karamellisierten Mango-Bananen sowie Bananenschalen-Pommes entschieden.

Nach kurzer Zeit erfüllte ein leckerer Geruch die Küche des Schulzentrums, der große Erwartungen weckte. Am Ende genossen die Köche im Nebenzimmer an einem festlich gedeckten Tisch die Köstlichkeiten, die sie aus fair gehandelten Produkten zubereitet hatten.

Damit Sie auf den Geschmack kommen: Bananenschalen-Pommes

Zutaten: 5 Bananenschalen (Bio), 40 Gramm Mehl, 1 Teelöffel Zimt, etwas Vanillezucker, 1 Esslöffel Zucker, Öl zum Frittieren oder optional Anbraten.

Zubereitung: Bananenschalen abspülen, in feine Streifen schneiden und 10 Minuten in kochendem Wasser auskochen. Das Wasser abgießen, die Bananenstreifen gut austrocknen und in der Mehl/Zimt/Zucker-Mischung wälzen. Öl in einer Pfanne erhitzen, Bananenschalen hineinlegen und goldgelb backen.

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