Pendlerroute

Fahrradstraße nach Münster: Trassenverlauf der geplanten „stadtregionalen Veloroute 8“ geändert

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Mit dem Rad nach Münster: Eine Veloroute soll das sicherer und schneller machen. (Symbolbild)

Als echte Alternative, um dauerhaft Kfz-Fahrten ersetzen zu können gelten Velorouten und Radschnellwege. Für Rad-Pendler sind sie ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Drensteinfurt – Geplant ist eine solche Verbindung zwischen Drensteinfurt und Münster. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt haben jetzt ihre Zustimmung zum Trassenverlauf der geplanten „stadtregionalen Veloroute 8“ gegeben. Die von der nts Ingenieursgesellschaft ins Auge gefasste Gesamtroute warf zwar einige Fragen auf, schlussendlich konnten sich aber alle Ausschussmitglieder damit anfreunden und stimmten einstimmig für die Wegeführung.

Dipl.-Ing. Olaf Timm vom beauftragten Planungsbüro stellte im Ausschuss die Vorentwurfsplanung der Strecke vor, die die Stadt Drensteinfurt mit Münster verbinden soll. Im ersten Streckenabschnitt (Bahnhofsunterführung bis Q1) haben sich demnach Änderungen ergeben. „Ausschlaggebend hierfür war vor allem die Tatsache, dass entlang der Raiffeisenstraße mehrere unübersichtliche Einmündungen liegen“, so Fachbereichsleiter Christoph Britten in der Beschlussvorlage. Dazu kämen vermehrte Lieferverkehre, sodass es gelte, den Radverkehr in diesem Bereich weitgehend vom Straßenverkehr zu isolieren. „Der neue Streckenabschnitt verläuft somit nicht mehr entlang der Raiffeisenstraße, sondern führt nun über die bestehende Wegeparzelle zwischen den Discountern ALDI und K+K, weiter durch das Neubaugebiet ‚Bahnhofumfeld‘ und stößt anschließend auf die Konrad-Adenauer-Straße (K21).“

Fahrradstraße nach Münster: Pendlerroute

Marc Harenberg zeigte sich überrascht vom vorgestellten Verlauf der möglichen Veloroute. Innerorts führe sie teils durch Bereiche mit „wuseligem Verkehr“. Zudem folge sie nicht dem kürzesten Weg und damit dem, den viele Radler schon jetzt nehmen. Bürgermeister Carsten Grawunder erklärte das damit, dass es sich um eine Pendlerroute und keinen touristischen Radweg handeln solle. „Die Strecke führt nicht durch den Wald, weil der Weg von allen Geschlechtern zu allen Tageszeiten angstfrei genutzt werden kann“, betonte er. Eine Beleuchtung, wie Timm sie sich mittels mit Sensoren ausgestatteten Lampen vorstellen kann, sei im Wald zum Beispiel nicht möglich.

Ein Problem, dem die Stadt bezüglich der Umsetzung ihrer Planungen gegenübersteht, sind die unterschiedlichen Verantwortlichen. „Der Kreis Warendorf und Straßen.NRW sind da etwas träge und nicht unbedingt bereit, wegen eins gewünschten anderen Standards an eigentlich noch guten Radwegen zu arbeiten“, bedauerte Grawunder.

Fahrradstraße nach Münster: Antrag auf Fördermittel

Der erste Abschnitt der geplanten Route beispielsweise befindet sich im geteilten Zuständigkeitsbereich zwischen Kreis und Stadt. „Aus Sicht des Straßenbaulastträgers sind die Radwege jedoch grundsätzlich in einem Zustand, der keiner aktuellen Überarbeitung bedarf“, so Britten.

Für Velorouten gibt es aber bestimmte Standards, erklärte Timm. „Es ist ein im Vergleich zum Radschnellweg abgespeckter Standard, der aber attraktiver als der eines normalen Radwegs ist“, so der Mitarbeiter des Planungsbüros. So sei beispielsweise bei einem Neubau eine Mindestbreite von drei Metern, bei bestehenden Radwegen eine Breite von mindestens zweieinhalb Metern vorgeschrieben.

Auch wenn die Investitionsplanung des Kreises für dieses Jahr abgeschlossen ist, hieß es, sei der Kreis bereit, einen Antrag auf Fördermittel zu stellen, sollte es diese für das Projekt geben. Ein Fördertopf, der dafür möglicherweise in Frage kommt, so Britte, sei das Programm „Stadt und Land“. „Das Programm unterstützt durch seine Finanzhilfen Investitionen der Länder, Städte, Gemeinden und Kreise in den Radverkehr. Ziel ist der Aufbau eines nachhaltigen und lückenlosen Radverkehrsnetzes.“

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