Soja-Experiment geht weiter: Walstedder fährt erste Ernte ein

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Markus Mennemann baut auf 20 Quadratmetern im Garten an der alten Mühle Rubbert Soja an.

Walstedde - Im Mai hatte Markus Mennemann an einem groß angelegten Experiment als einer von 1.000 ausgewählten Gärten, die den Sojaanbau in der Region testen sollen, teilgenommen (WA berichte). Jetzt sind die Sojabohnen reif und können geerntet werden.

Dicht und hoch stehen die Sojapflanzen auf 20 Quadratmetern im Garten an der alten Mühle Rubbert. „Wenn man an der Pflanze rüttelt und es in der Hülse raschelte, ist die Bohne reif“, erklärt Markus Mennemann das Erkennungszeichen der Reife der Sojabohne. 

Seit der Aussaat im Mai hegt und pflegt er die zwölf Reihen mit jeweils unterschiedlichen Sorten der Sojabohne. Akribisch notierte er Wuchs, Reife und Höhe. Jetzt steht die Ernte an und das bedeutet, die Anzahl der Hülsen an den einzelnen Pflanzen genau zu zählen. 

300 Hülsen je Sorte werden sorgfältig verpackt zur Landeszuchtanstalt geschickt und dort auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. „Ein besonderes Augenmerk gilt dem Proteingehalt“, weiß Mennemann, denn die Bedeutung des Sojas für das Tierfutter nehme zu. Hinzu komme auch der steigende Bedarf an Soja innerhalb der veganen Ernährung. 

Mit dem Ergebnis des Versuchs zu dem die Firma Taifun und die Landessaatzuchtanstalt Hohenheim aufgerufen haben, ist der Walstedder rundum zufrieden: „Die Pflanzen sehen gut aus und haben sich super entwickelt“, berichtet er. Auch in der langen Trockenperiode „hatten wir zeitweise Angst, dass der Soja vertrocknet“. Aber die Pflanzen hätten auch ohne zusätzliches Gießen keinen Schaden genommen. 

Von Anfang an konnte er beobachten, dass die frühen Sorten etwas schlechter wuchsen und auch nicht die gleiche Höhe erreichten wie die späteren Sorten, dafür seien sie eine Woche eher reif gewesen. In den letzten Tagen habe das gute Wetter dem Soja zugespielt, so dass er nun geerntet werden kann. 

Im kommerziellen Sojaanbau liegt der Ertrag bei rund 20 bis 40 Doppelzentner pro Hektar. An diese Zahlen reiche der Walstedder Soja auch heran. „An meinem Soja hängen pro Pflanze 30 Hülsen und in jeder Hülse sind in der Regel drei helle Bohnen“, berichtet der Landwirt und fügt hinzu: „Der Unterschied ist, dass bei uns von der Aussaat bis zur Ernte alles Bio ist“, denn ob Streuobstwiese, Kartoffelanbau oder Gemüsegarten, an der alten Mühle des Ehepaar Andrea Mattner und Markus Mennmann wird ausschließlich nach dem Prinzip der ökologischen Landwirtschaft gearbeitet.

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