Pläne für neuen Spielplatz im Erlbad vorgestellt

Moderner Zirkus statt alter Plastik-Spielburg

Das Konzept steht: An die Stelle der Plastik-Spielburg soll ein Zirkus-Spielplatz im Erlbad entstehen. Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck (von links), Schwimmmeister Andreas Willuweit und Bürgermeister Carsten Grawunder stellen die Pläne vor.
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Das Konzept steht: An die Stelle der Plastik-Spielburg soll ein Zirkus-Spielplatz im Erlbad entstehen. Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck (von links), Schwimmmeister Andreas Willuweit und Bürgermeister Carsten Grawunder stellen die Pläne vor. Weitere Anregungen der Bürger sind ausdrücklich erwünscht.

Wie gut ein Zoo, Museum oder Park von den Menschen angenommen wird, hängt auch vom gut ausgestatteten Spielplatz ab. Vor diesem Hintergrund wird es Zeit, die in die Jahre gekommene Plastik-Spielburg im Erlbad durch einen neuen attraktiven und nachhaltigen Spielplatz zu ersetzen. Jetzt liegt ein bereits gut ausgearbeitetes Konzept vor, das der Bevölkerung momentan im Eingangsbereich des Erlbads vorgestellt wird und für das noch Ideen und Verbesserungsvorschläge eingereicht werden können.

Drensteinfurt - Das Thema des neuen Spielplatzes auf der Wiese im Erlbad neben dem Kinderplanschbecken steht schon fest. „Es wird ein Zirkusspielplatz“, informiert Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck und fügt an: „Ich habe dieses Thema noch in keinem Ort gesehen.“ Kein Wunder: Der Spielplatz ist nicht von der Stange, sondern wird von einer Firma aus Ostdeutschland extra für das Erlbad gebaut.

Im Zentrum ist ein Zirkuszelt geplant, das rundherum bespielbare Elemente aufweist. In der Mitte besteht die Möglichkeit, in einem unter der Decke angebrachten Netz zu ruhen. Den Boden bedeckt eine Gummimatte. In einem kleinen Zelt soll ein Sandkasten untergebracht werden. Am Eingangsbereich könnten zwei Aufsteller in Form eines Clowns und einer Zirkusdirektorin stehen. Mit einem Loch im Bereich des Gesichtes sind die Figuren ebenso als Fotowand geeignet wie als Möglichkeit mit einem Schwamm auf das Gesicht zu zielen. „Ein besonderer Spaß bei Geburtstagsfeiern, die später möglich sein sollen“, so Pieck.

Eine Stehwippe mit Licht und Ton ergänzt den Spielplatz, ebenso wie ein Unterstand, der Platz für Biertische bietet, und eine Löwen-Federwippe. Passend zum Thema könnten Holzpferde aufgestellt werden. Integriert wird der blaue Elefant, der bis jetzt beim Mülleimer stand und leider schon lange nicht mehr „Danke“ sagen kann. „Der Elefant könnte umgerüstet werden und eine Wasserfontäne versprühen“, stellte Pieck in Aussicht. „Gut ist, dass alle Spielgeräte überdacht sind und auch bei Regen genutzt werden können.“

Als Material habe man sich für Edelstahl mit einer farbigen Lackierung entschieden. „Das steht in 30 Jahren noch und ist daher an Nachhaltigkeit nicht zu übertreffen“, versichert Pieck. Die vorgeschlagene Farbe Blau/Gelb sei nicht politisch, sondern den Farben des Erlbads angepasst. Möglich sei aber auch noch, die Farbe Rot passend zu den Sonnenschirmen mit einzubringen.

Zeichnungen der geplanten Spielplatzelemente werden ab Donnerstag, 22. Juli, auf einer Tafel im Eingangsbereich des Erlbads ausgestellt. Jeder, der Interesse hat, kann sie sich anschauen und mögliche Ideen und Verbesserungsvorschläge auf den beiliegenden Zetteln schreiben und in den Briefkasten vor dem Erlbad einwerfen. Ein Badbesuch ist dafür nicht erforderlich.

Es ist mittlerweile der vierte Entwurf, der schon ziemlich konkret ausgearbeitet wurde. Im Ausschuss für Familie, Jugend, Senioren und Soziales war die Idee eines Zirkusspielplatzes im Juni vorgestellt worden. „Am Thema werden wir nichts ändern, kleine Veränderungen sind aber gut möglich“, teilt der Stadtjugendpfleger mit. „Wir haben den Zeitraum für die Bürgerbeteiligung zum Spielplatz bewusst jetzt gewählt“, erklärt Bürgermeister Carsten Grawunder. In den Ferien und bei gutem Wetter könne man die meisten Familien erreichen.

Bleibt noch die Frage der Kosten. „In der Regel sind 50.000 Euro für einen Spielplatz die magische Grenze“, teilt Grawunder mit. Mit der Summe werde man wohl nicht hinkommen, glaubt Pieck. Sobald die Bürgerbefragung beendet ist, könne der fertige Entwurf der Firma geschickt und ein Kostenvoranschlag, aufgeteilt für jedes einzelne Element, eingeholt werden. Dann liegt es an der Politik, den Spielplatz komplett zu genehmigen oder nur einzelne Elemente. „Erstrebenswert ist es, die Maßnahme in einem Rutsch zu realisieren“, findet Schwimmmeister Andreas Willuweit. Bei jeder Baumaßnahme werde die Rasenfläche in Mitleidenschaft gezogen.

„Wir hoffen sehr, dass ein Teil der anfallenden Kosten durch Vital NRW gefördert wird. Es gibt gute Argumente dafür“, versichert der Bürgermeister. Schließlich erfülle der Spielplatz mit einem in sich geschlossenem Konzept mit festgelegtem Thema einige Voraussetzungen.

Wenn der Spielplatz abgesegnet und in Auftrag gegeben wurde, wird es noch dauern, bis er endgültig aufgebaut ist. Günstigenfalls könnten Mitarbeiter des Bauhofs nach der nächsten Saison mit dem Aufbau beginnen, sodass der Spielplatz in der Badesaison 2023 in Betrieb gehen könnte, informiert Rüdiger Pieck.

Der neue Spielbereich soll auch die Attraktivität des Bades erhöhen. Im vergangenen Jahr waren die Besucherzahlen wegen der Corona-Einschränkungen deutlich zurückgegangen.

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