Semistation funktioniert wie Enforcement Trailer

Auch in und um Drensteinfurt wird jetzt ein Superblitzer eingesetzt

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Die neue mobile Messstation des Kreises Warendorf sahen sich Landrat Dr. Olaf Gericke (2. von rechts), Ordnungsdezernentin Petra Schreier, Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider und Ordnungsamtsleiter Ralf Holtstiege an ihrem ersten Einsatztag in Ostbevern-Brock an.

Der Kreis Warendorf hat seinen Blitzer-Fuhrpark um ein spannendes neues Element erweitert: Ab sofort wird auch eine halbstationäre Anlage eingesetzt. Sie erinnert stark an die Enforcement Trailer.

Kreis Warendorf - Die jetzt vorgestellte sogenannte "Semistation" verbinde die Vorteile einer stationären Anlage, die 24 Stunden am Tag in Betrieb ist, mit denen einer mobilen Anlage. „Die Station ist sehr flexibel einsetzbar. So können wir jetzt unter anderem leichter auf Hinweise von Bürgern reagieren, die uns Gefahrenpunkte melden, an denen zu schnell gefahren wird“, erläuterte Landrat Dr. Olaf Gericke am Freitag.

Bei der neuen Station vom Hersteller Jenoptik Robot handelt es sich um eine sicher in einem speziellen, absenkbaren Fahrzeuganhänger untergebrachte Lasermessanlage, die bis zu 14 Tage am Stück autonom an einem Standort eingesetzt werden kann. Er funktioniert damit ähnlich wie die unter anderem in der Stadt Hamm genutzten "Enforcement Trailer".

„Zu hohe Geschwindigkeiten sind immer noch eine der Hauptunfallursachen auf unseren Straßen. Um die Sicherheit an Gefahrenstellen zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden, sind Geschwindigkeitskontrollen unumgänglich“, war sich der Landrat und Polizeichef mit Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider einig.

Blitzer kurz vor Ortsausgang in Richtung Hamm: "Abzocke!"

Start des Echtbetriebs erlebt

Landrat Dr. Olaf Gericke (2.v.r.), Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider, Ordnungsdezernentin Petra Schreier.

An der Ladbergener Straße (L 811) in Ostbevern-Brock konnte der Landrat den Start des Echtbetriebs der neuen Anlage erleben. „Ihre wesentlichen Vorzüge sind, dass sie an vielen verschiedenen Standorten eingesetzt und zudem ziemlich unauffällig am Straßenrand abgestellt werden kann“, erklärte Petra Schreier, Ordnungsdezernentin des Kreises Warendorf. Zudem ist für den Betrieb vor Ort in der meisten Zeit kein Personal erforderlich.

Von der Semistation können die Messergebnisse per Datenfernübertragung ins Kreishaus  überspielt werden. Sie eignet sich besonders für inner- und außerörtliche Schwerpunktmessungen, intensivere Messungen an Unfallhäufungsstellen und Gefahrenpunkten und zum Beispiel auch für die Messung an Ortseingängen, an denen häufig deutlich zu schnell gefahren wird - wie etwa in Ostbevern-Brock, wo die Messstation an den ersten Tagen zum Einsatz kam.

Wann und wo die neue Anlage demnächst in und um Drensteinfurt eingesetzt wird, wurde nicht bekannt. Damit rechnen müssen Verkehrsteilnehmer jedoch täglich. - WA

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