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Endlich Ende der Schlaglochpiste: Neuer Belag für die Oderbergstraße

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Von: Linda Ehrhardt

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Dringend sanierungsbedürftig: Die Oderbergstraße soll einen neuen Straßenbelag bekommen
Dringend sanierungsbedürftig: Die Oderbergstraße soll einen neuen Straßenbelag bekommen. © Wiesrecker

Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt haben sich einstimmig für die geplante grundhafte Erneuerung der Oderbergstraße ausgesprochen.

Drensteinfurt - Fachbereichsleiter Christoph Britten hatte die Planungen in der jüngsten Sitzung des Ausschusses vorgestellt.

Demnach ist eine grundhafte Erneuerung – also ein Auskoffern von mindestens 65 Zentimetern – unabdingbar, da die Straße in einem sehr schlechten baulichen Zustand sei. Die Oberfläche weise nicht nur viele Schlaglöcher auf, sondern sei teils auch stark abgesackt. Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll die Oderbergstraße auch einen Fußgängerweg bekommen. „Auf der südlichen Straßenseite werden wir einen Gehweg von 1,5 Metern Breite errichten“, kündigte Britten an.

Baumscheiben und Optimierung der Straßenbeleuchtung

Auch die Standorte der Straßenbeleuchtung will die Verwaltung optimieren. Eigens angelegte Stellplätze soll es nicht geben. „Parken wird überall dort erlaubt sein, wo man niemanden behindert“, so Britten.

In regelmäßigen Abständen sollen Baumscheiben entstehen. Bei der Wahl der Bäume plant die Stadt, auf einen Biodiversitätsindex von mindestens 3,0 zu achten, um so heimischen Vögeln und Insekten Lebensraum zu bieten.

Anlieger werden für Sanierungsmaßnahme zur Kasse gebeten

Für die Finanzierung der Sanierungsmaßnahme, deren Kosten Britten auf etwa 750 000 Euro schätzt, bittet die Stadt im Rahmen des Kommunalabgabengesetzes NRW auch die Anlieger zur Kasse: Rund 450 000 Euro entfallen auf die Anliegerbeiträge und das entsprechende Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Da die Oderbergstraße laut Straßenbeitragssatzung als Haupterschließungsstraße gilt, ergeben sich folgende Anteile: Fahrbahn: 60 Prozent Anteil der Beitragspflichten; Gehweg: 80 Prozent Anteil der Beitragspflichten; Beleuchtung und Oberflächenentwässerung: 80 Prozent Anteil der Beitragspflichten.

Anders als bei etlichen vorherigen Maßnahmen soll es keine Ablöseverträge geben. Einerseits bedeuteten diese Verträge einen hohen Aufwand für die Verwaltung, andererseits müssten die Anwohner direkt die gesamten Beiträge bezahlen und bekämen erst später die Summe zurück, die durch Fördermittel gedeckt sei.

Keine Ablöseverträge für die Baumaßnahme

In der Anliegerversammlung – während der anhaltenden Corona-Pandemie online durchgeführt – habe es auch keine einhellige Forderung nach Ablösevertragen gegeben, berichtete Britten auf Nachfrage von Sozialdemokrat Ingo Stude.

Auch seien keine Stimmen laut geworden, die vor dem Hintergrund der immer wiederkehrenden politischen Diskussion über die Abschaffung der Anliegerbeiträge eine Verschiebung der Sanierungsmaßnahme gefordert hätten.

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