Mit Elektra lautlos unterwegs

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Der vollelektrische Renault Zoe der Stadtverwaltung, der als Carsharing-Fahrzeug der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, hat einen neuen Namen. In einer öffentlichen Ausschreibung konnten Interessierte Namensvorschläge einreichen.

Drensteinfurt - Aus den 28 Vorschlägen kamen drei in die engere Wahl. Rund 70 Personen nahmen an der ebenfalls öffentlichen Wahl teil. „Da gab es zum Teil richtig kreative Namensgebungen“, versicherte Bürgermeister Carsten Grawunder.

Dabei waren sich die Teilnehmer überraschend einig: 70 Prozent entschieden sich aus den drei verbliebenen Namensvorschlägen für den Namen „Elektra“, der zufälligerweise sogar gleich zweimal vorgeschlagen wurde. Somit gibt es auch zwei Gewinner.

Am Donnerstagnachmittag freute sich Ulrike Drepper aus Drensteinfurt über eine Urkunde, Stewwerter Taler und einen Blumenstrauß von der Stadt Drensteinfurt und über eine Zugangskarte mit Guthaben vom Carsharing-Partner Teilautos. Beate Bruns aus Albersloh, die zweite Gewinnerin, die aus zeitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, beko

In die engere Wahl gekommen waren auch die Namen „Mimi“ (miet mich) und Wersestromer. Auf die Frage, warum sie am Wettbewerb teilgenommen hatte, antwortete Ulrike Drepper: „Meine Familie ist autoaffin, und dann gefällt mir der Gedanke der Nachhaltigkeit durch hoffentlich ökologischen Strom.“ Der Name Elektra, aus dem Griechischen stammend, bedeute „die Strahlende“, er passe zu dem weiblichen Auto Zoe.

Die Idee, dem Auto einen Namen zu geben, stammt von der Firma Teilautos. „Wir haben zurzeit zwölf Fahrzeuge, diese wollten wir durch individuelle Namen besser auseinanderhalten“, berichtet Oliver Hock von der Carsharing-Firma. Dann sei weiter überlegt worden, die Nutzer durch einen Wettbewerb mit einzubeziehen. Seitdem gibt es „Karl, Horst und Wibbelt und jetzt eben auch Elektra“.

Mit der Resonanz bei der Nutzung des Autos  ist Hock zufrieden. „Das Angebot wird gut angenommen“, gerade in Drensteinfurt sei er auf große Offenheit und Interesse gestoßen.

„Langfristig ist unser Ziel, dass Familien auf das zweite Auto verzichten“, erklärte der Bürgermeister. Das Auto kann im Voraus gebucht werden oder spontan, wenn es gerade nicht in Benutzung ist. „Bereits jetzt gibt es eine Vorbuchung für eine Urlaubsreise im Sommer“, verrät Hock. In diesem Fall werde die Firma ein Ersatzfahrzeug bereitstellen.

Finanziell würde man, so Hock, mit der Nutzung des E-Autos günstiger liegen als mit dem eigenen Pkw, denn Teilautos übernimmt sämtliche Kosten. Die Nutzungspreise richten sich nach dem gewählten Tarif. Hinzu käme ein Monatsbeitrag von 2,50 Euro für Gelegenheitsfahrer, 7,50 Euro für Normalfahrer und 19,50 Euro für Vielfahrer. Berechnet werden zudem die Nutzungsdauer und die gefahrenen Kilometer. Die genaue Abrechnung wird möglich durch das intelligente Ladekabel und den Bordcomputer, der die Daten an die Buchungssoftware überträgt.

Um das E-Auto nutzen zu können, ist eine Registrierung bei der Firma Teilautos erforderlich. Der Nutzer bekommt eine Mitgliedskarte, mit der er das Auto über den Barcode, der sich auf der Motorhaube in der Nähe der Windschutzscheibe befindet, ebenso öffnen kann wie mit der Handy-App. Im Innern befindet sich ein Schlüssel, den man entnehmen muss. Das Ladekabel wird abgestöpselt und am Schlüssel freigegeben. Ab dann ist das E-Auto startklar.

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