Ein echtes Schmuckstück

Ehemaliges Hotel zur Post fertiggestellt: Tagespflege wird bald eröffnet

Feierliche Schlüsselübergabe: Jeannette Möllmann (von links), Elke Willecke, Dr. Birgit Salomonund Architekt Hermann Wulfekammer freuten sich, dass das Hotel Zur Post endlich fertig gestellt ist.
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Feierliche Schlüsselübergabe: Jeannette Möllmann (von links), Elke Willecke, Dr. Birgit Salomonund Architekt Hermann Wulfekammer freuten sich, dass das Hotel Zur Post endlich fertig gestellt ist.

Schlaflose Nächte, Sorgen und Renovierungskosten sind vergessen. Aus dem baufälligen Hotel zur Post ist ein echtes Schmuckstück geworden.

Drensteinfurt – Bei der feierlichen Schlüsselübergabe am Freitagnachmittag strahlten nicht nur die hellen Räume und der große Kronleuchter, sondern auch die Gesichter der beiden Vertreterinnen der Marga-Kamphus-Stiftung, Dr. Birgit Salomon und Elke Willecke. Schon am 4.Januar dürfen die ersten Tagesgäste die Unterkunft besuchen.

„Es ist geschafft, wir sind geschafft aber glücklich“, sagt Dr. Birgit Salomon. Auch wenn sie zahlreiche positive Rückmeldungen bekommen hätten, stehe fest, dass sie sich wohl am meisten freuten. Es gebe im Umfeld keine vergleichbare Einrichtung in einem historischen Gebäude, versichert Salomon.

Tagespflege für maximal 12 Personen

„Es ist so schön, ein absoluter Gewinn für Drensteinfurt“, so die Rückmeldungen der Drensteinfurter. Besonders gut sei die zentrale Lage. „Eine Tagespflege hat im Ort gefehlt“, macht Jeannette Möllmann, Leitung des Malteserstiftes und jetzt auch Ansprechpartnerin für die neue Tagespflege, die ebenfalls in den Händen der Malteser liegt, deutlich.

Ab dem 4. Januar geht es los, bis dahin müssen noch Möbel eingeräumt und alles wohnlich gestaltet werden. Maximal zwölf Gäste werden von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr betreut. „An drei Tagen ist die Hälfte der Plätze bereits vergeben, an den anderen beiden Tagen sind es 40 Prozent“, sagt Möllmann. Es seien also noch Kapazitäten frei.

Sanierung als Herzensangelegenheit

Ob es zukünftig bei den Zeiten bleibt oder ob in der Realität der Betreuungszeitraum vergrößert werden muss, soll nach einem Jahr entschieden werden. Vier Betreuer mit unterschiedlichen Stundenzahlen, darunter zwei examinierte Kräfte, eine Hauswirtschafterin und ein Alltagsbegleiter stehen ab Januar bereit.

„Wenn wir unseren Architekten nicht gehabt hätten, gebe es das Haus so nicht“, erklärt Dr. Salomon mit einem dankbaren und anerkennenden Blick in Richtung Architekt Hermann Wulfekammer. „Das war mir eine Herzensangelegenheit, denn ich weiß, wie viel den beiden Damen das Projekt bedeutet“, erklärt Wulfekammer.

Kleine Führungen statt Eröffnungsfeier

Die Arbeit habe Dank des superschönen Zusammenspiels der Handwerker Spaß gemacht. „Alle haben mitgedacht und bei Problemen kreative Lösungen gesucht“, lobt er alle Beteiligten. „90 Prozent der Handwerker kommen aus dem Ort, sie haben nicht nur mit Sachverstand gearbeitet, sie wollten selber, dass es schön wird“, sagt er. „Aber ohne Sachverstand und Vorstellungsvermögen kann man so ein Gebäude nicht sanieren.“

Eine offizielle Eröffnung kann es im Moment nicht geben, aber wenn Corona vorbei ist, ist eine Einweihungszeremonie geplant. „Wir möchten im Mai kleine Führungen in kleinen Gruppen anbieten. Zusammen mit den Gästen in einem Haus, das mit Leben gefüllt ist“, stellt Jeannette Möllmann in Aussicht.

Diese Arbeiten stehen noch aus

Vieles ist schon fertig, in der Eingangshalle hängt bereits der große Kronleuchter, der in vergangenen Zeiten im Alten Brauhaus seinen Platz hatte. Der alte Kohleofen stammt aus der Küche der Bäckerei Becker und die Türen zur Verwaltung mit dem wunderschönen blauen Mosaikmuster sind noch original erhalten. Die Beleuchtung im ganzen Gebäude kann so eingestellt werden, dass mit einem Schalter alle Lampen nach oben strahlen und jeden Raum in gedämpftes Licht tauchen.

Die Details: Im renovierten Hotel zur Post hängt bereits der Kronleuchter in der Eingangshalle.

In der nächsten Woche müssen noch einige Schreinerarbeiten erledigt werden, unter anderem wird eine von der Schreinerei Rieping extra angefertigte Theke den Eingangsbereich zieren. In der 51. Kalenderwoche kommt dann das Mobiliar und diverse Kleinteile. „Es ist besonders schön, dass die Möbel zum Gebäude passen“, freut sich Wulfekammer. „Und wenn jetzt noch der Giebel angestrahlt wird, dann ist das ein wunderschönes Bild vom Marktplatz“, schwärmt Birgit Salomon.

Anmeldungen zur Tagespflege sind bei Jeanette Möllmann, Hausleitung des Malteserstifts St. Marien, unter Telefon 02508/99070 oder per E-Mail an jeanette.moellmann@malteser.org möglich.

Die demografische Entwicklung Drensteinfurts zeigt alarmierende Werte. Bis 2040 wird die Zahl der über 65-Jährigen um 90,2 Prozent ansteigen. Das geht aus dem aktuellen Pflegebericht des Kreises Warendorf für Drensteinfurt hervor

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