Nach Altena: Grawunder sieht keinen Handlungsbedarf

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Bürgermeister Carsten Grawunder wünscht seinem Amtskollegen aus Altena,der mit einem Messer angegriffen worden ist,  alles Gute. 

Drensteinfurt - Der Bürgermeister des sauerländischen Altena, Andreas Hollstein, ist am Montagabend durch eine Messerattacke verletzt worden. Das Motiv war offenbar seine liberale Flüchtlingspolitik. Welche Konsequenzen hat der Angriff auf Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder?

„Für mich ändert sich dadurch gar nichts“, versichert Grawunder spontan. Er sei natürlich erschrocken gewesen, dass so etwas passiert ist. Es gebe immer Menschen, die mit der Handlung von Verantwortlichen, die in der Öffentlichkeit stehen, nicht einverstanden sind. In diesem Zusammenhang zitiert er Martin Luther, der schon in seiner Predigt im Jahr 1529 feststellte: „Wenn der Bürgermeister seine Pflicht tut, werden kaum vier da sein, die ihn mögen.“

Grawunder ergänzte: „Wir haben hier eine Flüchtlingssituation, die die Stadt sehr in Anspruch genommen hat, auch wenn es zurzeit ruhiger läuft.“ Klar sei, dass auch er schon kritisch angesprochen wurde. Aber nie so extrem, dass er sich ernsthafte Sorgen gemacht hätte, dass jemand körperlich übergriffig würde.

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„Ich denke, das war ein Einzelfall und ich wünsche dem Kollegen alles Gute“, so Grawunder. „Konsequenzen werde ich daraus nicht ziehen“, bestätigte er noch einmal. Die Drensteinfurter hätten eine positive Grundeinstellung Flüchtlingen gegenüber. Die Helfer vor Ort wüssten, dass es gut ist, diese Arbeit zu tun. Zudem sei er auch an „Recht und Gesetz“ gebunden. 

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