Drensteinfurter Seniorennetzwerk soll noch stärker werden

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Das wöchentliche Seniorenfrühstück besuchen durchschnittlich 30 Personen.

DRENSTEINFURT - Über zwei Jahre ist es jetzt her, dass die Stadt das „Jahr der Senioren“ ausgelobt hat. Aus dem Themenjahr heraus ist in Drensteinfurt ein Seniorennetzwerk entstanden, das viele Angebote und Aktionen bereithält. Im Sozialausschuss berichtete Koordinator Reinhard Stephan von der Arbeit des Seniorennetzwerks und zog Bilanz der ersten Arbeitsjahre.

Entgegen dem Alter seiner Zielgruppe sei das Seniorennetzwerk noch ein „junges Gebilde“, das sich mit der Zeit mehr und mehr in allen drei Ortsteilen etabliert, berichtete Stephan den Ausschussmitgliedern.

Neun Senioren sind derzeit mit der Koordination des Netzwerks beschäftigt. Die Gemeinschaft sei in großen Teilen locker und lose, mal kämen Senioren hinzu, mal würden sich einige wieder zurückziehen. Nach Meinung des 65-Jährigen ist diese Bewegung aber auch genau das, was ein Netzwerk braucht. Schließlich gäbe es keine Verpflichtungen, wie in Vereinen oder Verbänden.

Die Angebote, die das Seniorennetzwerk für alle Drensteinfurter in den besten Jahren bereithält, sind vielfältig: So berichtete der gebürtige Drensteinfurter zum Beispiel von seiner Arbeit im Seniorenbüro, das dienstags von 9 bis 10.30 Uhr im Kulturbahnhof geöffnet ist und in dem die Verantwortlichen eine „Lotsenfunktion“ für andere Senioren übernehmen. Bei Fragen zur Rente oder Alltagsproblemen sind die Mitarbeiter häufig die erste Anlaufstelle und verweisen an Behörden und Beratungsstellen.

Gut angenommen wird auch der Senioren-Handwerkerdienst. Dabei übernehmen Rentner ehrenamtlich und kostenlos kleine Reperaturarbeiten für Senioren, die das nicht mehr selbst schaffen. „Das kann zum Beispiel das Wechseln einer Glühbirne sein“, sagt Stephan. 16 Mal wurde der Dienst im vergangenen Jahr angefragt, 170 ehrenamtliche Arbeitsstunden haben die Mitglieder absolviert. Auch das Seniorenfrühstück, das dienstags im Kulturbahnhof stattfindet, ist mit durchschnittlich 30 Teilnehmern gut besucht. In der Malgruppe kämen regelmäßig sechs bis acht ältere Drensteinfurter zusammen, um kreativ zu sein.

Trotz des positiven Zwischenfazits befindet sich die Gemeinschaft nach Meinung des pensionierten Drensteinfurters in der Entstehungsphase. „Wir sind ja erst zwei Jahre aktiv“, sagt er. Künftig soll das Netzwerk noch stärker werden. Zudem soll es noch mehr Angebote für alte Menschen in der Wersestadt geben.

Das nächste Großprojekt, das das Netzwerk schultern wird, ist der Mittagstisch für Senioren, der nach dem Vorbild der Rinkeroder Senioren-Mensa zum ersten Mal am 19. März unter dem Namen „Pottkieker“ an den Start gehen wird.

Um das alles realisieren zu können, sucht das Seniorennetzwerk noch helfende Hände. Alle Senioren, die sich engagieren möchten, können sich im Seniorenbüro, Telefonnummer 02508 /99 37 95, melden. -sho

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