FDP-Abgeordneter Diekhoff kennt sich im Landtag aus

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Markus Diekhoff ist für die FDP in den NRW-Landtag eingezogen.

Drensteinfurt - Den Rückenwind für die FDP hat Markus Diekhoff schon in den letzten Wochen vor den Landtagswahlen gespürt. „Wir haben im Wahlkampf viel Zuspruch erhalten." Vielleicht, so hatte er gemutmaßt, könnte es reichen. Seit Sonntag hat der Drensteinfurter Gewissheit. Er zieht für die FDP in den Landtag ein.

Am Montag war er bereits in Düsseldorf zu einer ersten Besprechung und lernte seinen neuen Fraktionskollegen kennen. Der Düsseldorfer Landtag ist dem Drensteinfurter nicht unbekannt. Mehrere Jahre arbeitete er als wissenschaftlicher Referent für die FDP-Landtagsfraktion und für den ehemaligen Drensteinfurter FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Romberg. „Das ist natürlich ein Vorteil“, so Diekhoff gegenüber dem Westfälischen Anzeiger. Er kenne die parlamentarischen Gepflogenheiten.

Landwirtschaft und Umweltschutz Ob das ein Vorteil ist, wenn es darum geht, die kommenden Arbeitsfelder in der Fraktion zu besetzen, werde sich zeigen. Zunächst gibt sich Diekhoff zurückhaltend. „Auf Listenplatz 20 kann ich nicht vorpreschen.“ Gleichwohl lässt er erkennen, in welchen Bereichen er sich engagieren möchte: Landwirtschaft, Umweltschutz und Landesplanung seien Felder, die ihn interessieren und in denen er bereits für die Fraktion gearbeitet habe.

Vorstellen kann sich Diekhoff eine Schwarz-Gelbe Koalition. „Allerdings müssen die liberalen Werte deutlich erkennbar sein“, so Diekhoff. Drei große Themenfelder stünden an: Bildung, Innere Sicherheit und Umweltschutz. „Der ganze Remmel-Krempel muss überarbeitet werden“. Die ideologischen Beschränkungen der rot-grünen Landesregierung durch den Landesentwicklungsplan und völlig überzogene Landesumweltgesetze bedrohten die heutige und zukünftige Leistungsfähigkeit des Landes, so der neue Landtagsabgeordnete.

Gespannt ist Diekhoff auch darauf, wie in den Gesprächen mit der CDU das Thema Bildung bearbeitet werde. Immerhin habe die CDU den jetzigen Bildungskonsens mit unterschrieben. In vielen Bereichen sehe er durchaus Schnittmengen. Die FDP werde sich nicht unter Wert verkaufen. „Wir stehen zu unserer Verantwortung, wir sind keine Protestpartei“, so Diekhoff. Allerdings müsste sich die FDP in einem Regierungsprogramm deutlich wiederfinden. Ob das gelingt, würden die Verhandlungen zeigen.

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